Wölfe-Talent-Schmiede

Handball in Rimpar ist Leidenschaft. Handball in Rimpar ist Emotionen - und das nicht nur in der 2. Bundesliga! Wir wollen auch nachhaltig mit Talenten aus Rimpar und der Region Bundesligahandball spielen! Mit unserer Talent-Schmiede, die Rimparer Leitfiguren wie Max Brustmann, Stefan Schmitt, Sebastian Kraus oder zuletzt auch junge Talente wie Dominik Schömig oder Lukas Siegler hervorgebracht hat, wollen wir mittelfristig die konzeptionelle Basis für unsere Philosophie legen. Mit unserem Leistungskonzept ab der C-Jugend sorgen wir für die eine bestmögliche individuelle Ausbildung unserer Jugendtalente. Durch zahlreiche Schulkooperationen, Zusammenarbeit mit Ärzten und dem Sportzentrum Predia soll die bestmögliche Ausbildung und Versorgung unserer Talente gewährleistet sein.

Wir sind immer auf der suche nach jungen, motivierten Spielern, die Lust auf Handball in Rimpar haben!

Jugendkoordinator: Bastian Krenz

Auf dem richtigen Weg

Auch in der zweiten Saison in Folge schaffte es der Nachwuchs der Wölfe-Schmiede sich in allen Altersklassen für die Bayernliga zu qualifizieren. In der C-, B- und A-Jugend trägt die kontinuierliche und intensive Arbeit der vergangenen Jahren Früchte. Die Qualifikation für die höchste Bayerische Spielklasse in allen Altersklassen konnte der Rimparer Nachwuchs in der vergangenen Saison erstmalig erreichen und in den Qualifikationsturnieren in diesem Jahr die Leistung erneut bestätigen. Nach der Bayerischen Meisterschaft der männlichen A-Jugend im vergangenen Jahr und der einer ebenfalls zufrieden stellenden Entwicklung im Bereich der mB-, mC- und mD-Jugend sehen wir die Intensivierung und den Ausbau der Jugendarbeit auf dem richtigen Weg. Auch in der kommenden Saison wird der Rimparer Nachwuchs erneut mit zwei Mannschaften in der B- und C-Jugend am Spielbetrieb teilnehmen. Diese qualifizierten sich erneut für die bezirksübergreifende Bezirksoberliga.

Nach der verpassten Qualifikation für die Jugendbundesliga in der A-Jugend soll der ältere Jahrgang der A-Jugend nun kontinuierlich noch intensivierter an den Männerbereich herangeführt werden. Dies sehen wir durchaus auch als gute Chance, da die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt hat, dass sich Toptalente auch ohne Jugendbundesliga über die Bayernliga Männer in den Kader der Wölfe arbeiten können.

Die sportliche Ausgangslage und die Plattform für die Spieler in der kommenden Saison darf also durchaus als zufriedenstellend bezeichnet werden. Diese zufriedenstellende Zwischenbilanz für die Saison nach der Qualifikationsrunde 2018 unterstreicht ein Kernproblem unserer aktuellen Arbeit. Als wir vor zwei Jahren mit einer Landesligamannschaft und zwei Bayernligateams unter professionalisierten Bedingungen angetreten sind, war die Begeisterung groß. Der vermehrte Aufwand trägt Früchte dachte sich wohl der eine oder andere. Dass wir diese Früchte zum damaligen Zweipunkt nicht bereits schon nach vier Monaten hätten ernten können schien kaum einem bewusst zu sein. Dass die Qualitätskurve in den vergangenen zwei Spielzeiten dann stetig nach oben gegangen ist und wir zweimalig in Folge mit allen Teams in der Bayernliga spielen wurde schnell nur noch zur Randnotiz.

Den Erfolg der vergangenen Saison zu bestätigen scheint inzwischen schon nicht mehr ausreichend zu sein, um den permanenten Durst nach Optimierung und Vorwärtsentwicklung zu stillen. Der ersten zwei großen Schritte sind gemacht:

- Neue Strukturen wurden implementiert .

- Der Erfolg wurde in den vergangenen zwei Jahren bestätigt.

An diesem Punkt gilt es jetzt die nächsten (etwas weniger offensichtlichen) Schritte zu gehen. Dazu zählt vor allem die Entwicklung eines nachhaltigen finanziellen Konzeptes, die Stabilisierung und zukunftsträchtige Ausrichtung des Konzeptes auf einer soliden personellen Basis. Die Unabhängigkeit der Jugendarbeit von einzelnen Trainern und Personalien zu gewährleisten ist aktuell unsere größte Aufgabe. Für die verantwortungsvolle Aufgabe unsere Nachwuchstalente auszubilden suchen wir permanent engagierte und qualifizierte Trainer. Diese Suche gestaltet sich zunehmend als schwierig. Wir sind überzeugt von der Qualität unserer Trainer. Mit aktuell vier B Lizenzierten und sechs C lizenzierten Trainern und zwei ausgebildeten Athletiktrainern stehen wir ganzheitlich gesehen aktuell so gut da wie nie zuvor. Die Last und Verantwortung liegt dabei aber weiterhin auf zu wenigen Schultern. Die personelle Lücke, die Jan Redmann hinterlassen hat ließ sich nur mit erheblichem Mehraufwand für alle Beteiligten schließen. Das Engagement zusätzlicher ehrenamtlicher Helfer für Sponsoring, Ausstattung hat hierbei einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung beigetragen.

Dass Jugendhandball in Rimpar interessant ist und positiv wahrgenommen wird, zeigt das hohe Engagement einiger Sponsoren, die unser Leistungskonzept im Jugendbereich unterstützen. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung in der vergangenen Saison und der anstehenden Saison. Einen großen Beitrag zur Finanzierung unserer Jugendarbeit liefern außerdem die Eltern. Mit einem Zusatzbeitrag von 400 € im Jahr ermöglichen sie gemeinsam mit dem Sponsoring und Geld aus der Vereinsarbeit eine unabhängig und solide finanzielle Grundlage für unser Leistungskonzept.

Doch zurück zum sportlichen. Erfreulich verlief auch die Sichtung der Jahrgänge 2003 und 2004 in diesem Jahr. Mit

Julius Siegler und Jonas Krenz (beide 2003) und Frederik Moosmann, Justus Schraud und Fabian Olszowi (beide 2004) sowie Finn Speck (2005) konnten sich sechs Spieler aus der Wölfe-Schmiede für den BHV-Kader empfehlen. An der DHB-Sichtung mit dem BHV-Kader nahm Omar Tucovic als Kapitän des Teams Bayern teil. A-Jugendspieler Felix Karle wurde mit der U18 Beachhandball-Nationalmannschaft Europameister.

Damit kommen wir zum Kern unserer Aufgabe: Der Förderung einzelner Talente. Sicherlich ist es erstrebenswert homogene Mannschaftsgefüge zu schaffen, um das beste aus den Spielern herauszuholen. Unser vornehmliches Ziel ist dennoch ehr die individuelle Ausbildung der Spieler. Werte wie Teamgeist und Zusammenhalt – eben die charakterliche Eignung für einen Mannschaftssport – gehören dazu maßgeblich ebenso wie die Schulung des taktischen Verständnisses, der Technik und der Athletik. Diese Faktoren bedingen sich alle gegenseitig auf dem Weg zu einem gutausgebildeten Spieler und verdienen unser besonderes Augenmerk.

Wir haben viele der talentiertesten Spieler aus der Region in unseren Nachwuchsteams. Wenn unsere Talente hart an sich arbeiten und wir ihren sportlichen Weg weiterhin so intensiv betreuen, können es unsere Talente weit bringen. Arbeit schlägt Talent. Wenn du als Talent aber hart arbeitest bist du kaum zu schlagen. Die nächste Generation aus der Wölfe-Schmiede ist auf den Sprung in den aktiven Bereich. Beweis genug für die Qualität und Kontinuität unserer Nachwuchsarbeit sollte das allemal sein.

Bastian Krenz

Training statt Schule

Eine zumindest bayernweite Ausnahme, was die Sportförderung angeht, bietet das Deutschhaus-Gymnasium in Würzburg. Mit dem Sportklassenprojekt ermöglichen sie Talenten und Toptalenten aus der Region am Vormittag dreimal ihrem Sport nachzugehen. Durch diese zusätzlichen drei Trainingseinheiten während der Schulzeit besteht die Möglichkeit einer intensiven und hochindividuellen Ausbildung. Durch die zusätzliche Menge an Trainingseinheiten wird die Entwicklung und Ausbildung unserer Spieler noch stärker gefördert. Die Kooperation des Deutschhaus-Gymnasiums mit dem Grünewald-Gymnasium ermöglicht es zudem, Spieler im Internat unterzubringen.

Mit Tobias Thumm hat in diesem Jahr der erste Internatschüler der DJK Rimpar sein Abitur gemacht. Die Möglichkeit aus Frühtraining und Internat hebt uns in dieser Form von allen bayerischen Vereinen ab. Die Schüler werden hierfür von der Schule abgeholt und trainieren dreimal am Vormittag in der DJK-Halle unter fachkundiger Anleitung sportliche, handballerische und athletische Elemente für eine ganzheitliche Ausbildung.

Ab dem kommenden Schuljahr ist es uns gelungen, die Grenzen des Frühtrainings auszuweiten. In intensiven Gesprächen mit der Schulleitung der Wolfskeel-Realschule konnte ermöglicht werden, dass unsere Talente, die die Wolfskeel-Realschule besuchen, zusätzlich noch an zwei Trainingseinheiten in der Woche teilnehmen können. In ähnlichen Gesprächen mit anderen Schulen haben wir ebenfalls positives Feedback bekommen und hoffen, einem noch größeren Teil unserer Talente das Frühtraining möglich zu machen.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle Patrick Schmidt, der das DHG-Frühtraining in den letzten Jahren mit aufgebaut hat und einen großen Teil zur Etablierung des Projektes und der positiven Entwicklung unserer Spieler beigetragen hat. Berufsbedingt muss er die Aufgabe des Frühtrainings leider an den Nagel hängen. Tausend Dank von unserer Seite für das viele Herzblut, das du investiert hast.

Zum Redaktionsschluss des Handballjournals sind wir noch beim Casting für einen Nachfolger – wir sind zuversichtlich, einen guten neuen Trainer für das kommende Schuljahr zu finden, der zusammen mit Mirko Münch (Athletiktrainer) das Frühtraining übernimmt.

Bastian Krenz