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28. März 2019

Interview


Niklas Weller



Servus Niklas. Es geht so langsam in die heiße Phase der Saison. Aktuell liegt der HSV Hamburg in einer guten Position in Sachen Abstiegskampf und hat ein paar Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Gerade zu Hause hat man zuletzt wichtige Punkte holen können. Wie schätzt du die aktuelle Situation ein?
Die letzten Spiele waren gut für uns. Insbesondere der Auswärtssieg in Lübbecke war wichtig, da zeitgleich alle anderen Mannschaften von unten auch gepunktet haben. Insgesamt ist die Situation im Tabellenkeller aber immer noch extrem eng und nach zwei oder drei schlechten Spielen könnten wir auch wieder unten reinrutschen. Daher müssen wir immer weiter als Team Gas geben.

Mit eurem Trainer Torsten Jansen habt ihr einen sehr erfahrenen Mann an der Seitenlinie der schon einiges erlebt hat. Er konnte unter anderem den deutschen Meistertitel, die Champions League und die Weltmeisterschaft 2007 gewinnen. Wie sehr hilft ein Trainer mit dieser Vita im Bundesligaalltag?
Totos Erfahrung hilft uns natürlich ungemein. Er hat in seiner Karriere alles erlebt und viele Erfolge feiern dürfen. Durch seine Ratschläge und Tipps hilft er uns daher sowohl auf der Platte als auch daneben. Als ehemaliger Profi weiß Toto vor allem auch um die Bedeutung von Kommunikation und lässt daher viel Mitsprache und Austausch zu.

Der Abstiegskampf in dieser Saison ist brutal. Es werden fünf Mannschaften absteigen, um die Liga auf 18 Mannschaften zu reduzieren. Auch wenn in dieser Saison die halbe Liga um den Klassenerhalt kämpft, hältst du es für den richtigen Schritt die Liga zu verkleinern?
Dieses Jahr ist natürlich gerade für die Aufsteiger brutal. Dennoch führt die Verkleinerung für die nächsten Jahre dazu, dass zumindest nicht mehr bis in den Juni hinein gespielt werden muss. Das ist meiner Meinung nach eine gute Sache. Ich persönlich finde es aber schade, dass in Zukunft für die Gewinner der dritten Liga Staffeln der Aufstieg nicht mehr sicher ist. Dieses große Risiko wird dazu führen, dass sich noch weniger Mannschaften den großen Sprung zutrauen und die Lizenz für die 2. Liga beantragen.

Die Stadt Hamburg gehört zu den größten Städten Deutschlands und die sportliche Konkurrenz in der Stadt ist riesig. Der HSV Hamburg Handball hat trotzdem in der zweiten Liga und auch in der dritten Liga einen Zuschauerrekord aufgestellt. Wie siehst du den Verein aufgestellt, um sich auch in Zukunft in diesem Umfeld behaupten zu können?
Die Fans haben dem Verein und der Mannschaft in der Entwicklung in den letzten Jahren immer die Treue gehalten. Das ist absolut nicht selbstverständlich und wir können dahingehend einfach nur dankbar sein! Die Resonanz in der Stadt Hamburg ist außergewöhnlich! Wirtschaftlich führt die sportliche Konkurrenz dazu, dass es schwierig ist neben den anderen großen Sportarten immer weitere Sponsoren zu finden. Denn häufig wird unterschätzt, dass auch die Kosten in einer Stadt wie Hamburg zumeist höher sind als anderswo. Insgesamt blicke ich aber positiv in die Zukunft. Mit den vielen Fans als Basis des Vereins lässt sich noch viel erreichen.

Jetzt kommt es zum Spiel gegen die Wölfe. Die Rimparer sind sehr heimstark und konnten den Tabellenführer aus Balingen bezwingen. Im Hinspiel konntet ihr die Wölfe knapp mit einem Tor besiegen. Wie wollt ihr euch in Würzburg die Punkte sichern?
Wir müssen ein absolutes Topspiel abliefern, um in Rimpar etwas Zählbares zu erreichen. Der doch etwas glückliche Sieg aus dem Hinspiel wird die Mannschaft aus Rimpar noch einmal mehr motivieren. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren: Gute Abwehr stellen, um eine gute Torhüterleistung zu ermöglichen! Wir können aus dem Hinspiel das Gefühl mitnehmen, dass Rimpar für uns schlagbar ist. Wenn wir einmal gewonnen haben, wieso nicht auch ein zweites Mal!


von Michael Schulz - 28.03.2019





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