WÖLFE – HSG Nordhorn-Lingen (04. Mai 2019) – Fotos
10. Mai 2019
Spielbericht
TuS Nettelstedt-Lübbecke
14. Mai 2019

Interview


Joel Birlehm



Servus Joel. Der TuS Nettelstedt-Lübbecke steht aktuell auf Tabellenplatz sechs mit 41:25 Punkten. Man kann allgemein wohl von einer eher durchwachsenen Saison sprechen. Wie schätzt du den Saisonverlauf ein?
Die Saison verläuft auf jeden Fall durchwachsen. Wir sind nicht gut gestartet und haben uns nicht präsentiert. Es hat etwas länger gedauert bis wir uns gefunden haben. Insgesamt würde ich schon eher von einem enttäuschenden Saisonverlauf sprechen. Zuletzt spielen wir aber verbessert und präsentieren uns trotz der äußeren Umstände immer besser. Wir haben uns manchmal auch selbst Steine in den Weg gelegt, aber haben die in den letzten Spielen immer besser auch selbst wieder weggeräumt. Die letzten Wochen hellen den Gesamteindruck der Saison etwas auf.

Ihr seid als Absteiger aus der ersten Liga in die Saison gestartet. Jetzt wird die zweite Liga auf 18 Mannschaften reduziert. Bei der Belastungsfrage hast du daher den direkten Vergleich zwischen erster und zweiter Liga. Hälst du die Reduzierung der Liga für den richtigen Schritt?
Ich habe letzte Saison meine erste 1. Ligasaison und dieses Jahr meine erste 2. Ligasaison gespielt und ich kann sagen, dass ein Doppelspieltag schon sehr hart ist. Freitag und Sonntag zwei Spiele zu haben ist wirklich nicht ganz ohne. Insgesamt würde ich sagen, dass die zweite Liga schon besser dasteht mit 18 Mannschaften und alles etwas spielerfreundlicher wird. Es fallen ein paar Auswärtsfahrten weg und hoffentlich auch die Doppelspieltage. Die Leistungsdichte wird auch nochmal zunehmen, obwohl dieses Jahr bereits - bis auf vielleicht ein oder zwei Mannschaften - schon jeder gegen jeden gewinnen konnte.

Das Aufstiegsrennen ist aktuell extrem spannend und es wird sich wahrscheinlich zwischen Balingen, Nordhorn und Coburg entscheiden. Wem traust du den Aufstieg am ehesten zu?
Ich traue allen drei Teams den Aufstieg zu, aber sehe Balingen im Vorteil, so wie es die Statistik auch zeigt. Coburg und Nordhorn sind natürlich auch zwei gute Mannschaften, die eine absolut solide Runde spielen. Festlegen möchte ich mich trotzdem nicht. Gegen Coburg und Nordhorn spielen wir auch noch und wollen natürlich versuchen noch ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Es wäre schön, wenn man da noch eine Rolle spielen kann und ob das dann positiv oder negativ ist, wird man sehen.

Nach der Saison steht beim TuS Nettelstedt-Lübbecke ein personeller Umbruch an. Unter Anderem gehst du in die erste Liga nach Leipzig. Außerdem übernimmt Emir Kurtagic das Traineramt. Traust du dem TuS perspektivisch den Sprung in die erste Liga wieder zu?
Perspektivisch traue ich dem TuS auf jeden Fall die Rückkehr in die erste Liga zu. Ich glaube es ist auch ein Standort, der in die erste Liga möchte, aber dafür müssten noch ein, zwei Weichen für die Zukunft gestellt werden. Wichtig wäre, dass das Ganze, wenn man wieder aufsteigt, auch von Nachhaltigkeit geprägt ist. Ob der Aufstieg jetzt im nächsten Jahr schon gelingt oder erst später, da kann ich mich natürlich nicht festlegen, aber langfristig sehe ich den TuS wieder in Liga 1.

Im Hinspiel in Würzburg musstet ihr euch knapp den Wölfen geschlagen geben. Es war ein sehr umkämpftes Spiel und entschied sich erst in den letzten Sekunden. Was erwartest du nun für ein Spiel, in dem es für beide um nicht mehr viel geht, in der Merkur Arena?
Ich glaube, auch wenn es um nicht mehr viel geht, wird es ein sehr umkämpftes Spiel werden. Gerade nach dem hitzigen Hinspiel wird es noch einmal hoch hergehen. Vielleicht sieht man auch gerade weil beide Mannschaften befreit aufspielen können ein attraktives Handballspiel. Ich hoffe natürlich, dass die Punkte in Lübbecke bleiben, aber es wird wie im Hinspiel sehr eng werden. Den vermeintlich geringeren Druck, weil es um nichts mehr geht, würde ich eher positiv als negativ sehen.


von Michael Schulz - 10.05.2019




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