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Interview


Jens Bechtloff


Servus Jens. Laut der Website der DKB-Handball-Bundesliga hast du gerade dein 350. Spiel in der ersten oder zweiten Liga absolviert. Glückwunsch dazu! Wie viele sollen noch Folgen? Natürlich habe ich die längste Zeit in der ersten und zweiten Liga hinter mir. Dennoch könnten noch ein paar Jahre folgen (ich bin jetzt 32), wenn ich weiter fit bleibe. Bei einer schweren Verletzung könnte das nächste Spiel auch das letzte sein.

Du kamst damals vom TBV Lemgo und seit 2015 spielst du beim TuS Nettelstedt- Lübbecke. Seitdem bist du eine feste Größe auf Linksaußen. Siehst du den Verein allgemein verbessert aufgestellt im Vergleich zu der Zeit als du gekommen bist? Auch in der Hinsicht langfristig wieder in die Bundesliga aufzusteigen? Die Mannschaften des TuS 2015 und 2018 lassen sich nur schwer vergleichen. Auf jeden Fall war es 2017 deutlich leichter, nach unserem Abstieg direkt wieder in die erste Liga aufzusteigen. Heute ist die Liga wesentlich ausgeglichener und man kann auch schnell gegen einen vermeintlich leichten Gegner Punkte liegen lassen.

Euer Saisonstart lief nicht ganz optimal. Nach einigen Punktverlusten vorallem auswärts scheint ihr euren Rhythmus gefunden zu haben. Wie schätzt du die aktuelle Situation ein? Das stimmt ,wir hatten einen sehr holprigen Start mit Niederlagen, die wir nicht auf dem Zettel hatten. Danach kam ein Mentaltrainer ins Team und wir spielten eine Serie von fünf Siegen. Aber auch jetzt noch muss jeder Sieg hart erarbeitet werden.

Du hast auch schon beeindruckende Erfolge vorzuweisen. 2006 wurdest du Junioreneuropameister und 2010 gewannst du mit Lemgo den EHF-Cup. Im Jahr 2008 hast du auch für die Nationalmannschaft debütiert. Was war für dich der prägendste Moment in deiner Karriere? Ich glaube jeder träumt Mal davon, für die Nationalmannschaft aufzulaufen. Das ich das erleben durfte, war für mich wirklich eine tolle Sache. Der EHF-Cup Sieg mit dem TBV Lemgo war für mich als junger Mann bisher wirklich das Highlight. Das Finale in Schaffhausen wird man nie vergessen.

Jetzt das Spiel bei den Wölfen. Ihr steht im oberen Drittel der Tabelle und die Wölfe im unteren Drittel. Die Rollen sind also klar verteilt. Wie schätzt du die Partie ein? Wie ich schon gesagt habe muss sich jeder Sieg hart erkämpft werden. Ich bin mir sicher, dass das auch hier gilt und das Spiel wird sicher kein Selbstläufer. Erst letzten Monat haben die Wölfe, in einem tollen Spiel, den TuS Ferndorf bezwungen und die stehen aktuell punktgleich mit uns auf dem fünften Tabellenplatz.

von Michael Schulz - 22.11.2018