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Mit Dominik Plaue vom DRHV


Servus Dominik. Du bist ein Neuzugang beim DRHV. Du kamst aus Hamburg nach Sachsen-Anhalt. Wie hat der Umzug aus dem hohen Norden nach Dessau geklappt? Hast du dich schon eingelebt?
Der Umzug hatte so seine Probleme. Das lag allerdings eher an meinen organisatorischen Fähigkeiten. Mitllerweile habe ich mich aber hervorragend eingelebt. Auch wenn es ein großer Unterschied war bzw ist.

Du hast bisher vorrangig in der dritten Liga gespielt. Zu deinen Vereinen zählten der HSV, Altenholz und auch der große THW Kiel. Du hattest sogar einen Einsatz in der Bundesliga für Kiel und konntest einen Siebenmeter halten. Beschreibe uns doch einmal bitte diesen Moment. Was geht da in einem vor?
Ich kann den 9 Dezember 2015 eigentlich vom Frühstück an beschreiben obwohl nicht ganz klar war ob ich spielen werde. Das ist für mich ein prägendes Erlebnis gewesen. Ich habe erst 2 Stunden vor Spielbeginn erfahren, dass ich spielen darf. Die Halle hat immer gemerkt wenn ein junger Spieler auf der Bank gesessen hat und hat das auch lautstark gefeiert, wenn man eingewechselt worden ist. Ich wäre fast über meine eigenen Beine gefallen so nervös war ich. Man wird ja nicht täglich für Niklas Landin in der Ostseehalle vor knapp 11.000 Leuten eingewechselt. Dann noch mit seiner ersten Bundesligasekunde direkt einen 7 Meter zu halten ist natürlich schon schön. Vor allem habe ich seit meiner Vertragsunterschrift immer in der Geschäftsstelle gescherzt, dass ich mein Bundesligadebüt für den THW mit einem gehaltenen 7 Meter geben werde.

Jetzt in Dessau willst du den nächsten Entwicklungsschritt machen. Mit Philip Ambrosius bildest du das Torhütergespann. Wie klappt die Zusammenarbeit mit dem neuen Positionskollegen? Und vor allem wie fühlst du dich hinter deiner neuen Abwehr?
Die Arbeit klappt sehr gut. Wir stehen jede Minute im Austausch. Ich habe in meiner kurzen Zeit schon viel von ihm profitieren können. Die Absprachen waren am Anfang nicht so gut. Aber mittlerweile kenne ich meine Leute und ich fühle mich hinter der Abwehr sehr wohl.

Der DRHV ist schwierig in die Saison gestartet. Highlights waren der deutliche Heimsieg gegen Essen und letztes Wochenende der Derbysieg in Dresden. Wie schätzt du die aktuelle Lage ein?
Puuh ja das ist schwierig. In meinen Augen hätten wir noch mehr Punkte holen können und auch vielleicht müssen. Das ist natürlich ärgerlich aber die Punkte müssen wir uns in der Rückrunde widerholen. Ich hoffe das der Derbysieg uns viel Kraft gegeben hat.

Jetzt das Duell mit Rimpar. Wie wird euer Plan aussehen um die zwei Punkte zu holen? Wo siehst du die Stärken der Wölfe?
Wir müssen wieder alles zusammen als Team agieren. Das hat uns in Dresden ausgezeichnet und dann über unsere Abwehr und Torhüter Stabilität schaffen. Rimpar hat viele Stärken gerade mit Max hinten im Tor. Ich kenne ja noch 4 Spieler aus meiner Zeit in Großwallstadt. Mit Patrick Schmidt, Steffen Kaufmann, Patrick Gempp und Andreas Wieser habe ich im Internat unter einem Dach gelebt. Daher weis ich, dass gerade diese Jungs eine sehr sehr hohe Qualität haben aber das gesamte Team hat eine sehr hohe Qualität.



von Michael Schulz - 19.10.2018