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mA-Jugend:
Knappe Niederlage im letzten Saisonspiel
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Schwere Aufgabe in Konstanz

HSG Konstanz vs. DJK Rimpar Wölfe (Samstag, 17.03.2018, 20.00 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz)

Eigentlich ist die Bezeichnung „Hexer“ für einen Handballtorhüter schon vergeben, denn die war seit jeher dem ehemaligen Nationaltorhüter Andreas Thiel vorbehalten, doch nach dem 33:27-Erfolg der HSG Konstanz im Abstiegsduell mit dem EHV Aue bemühte man sie wieder, um Konstantin Poltrum für seine Leistung zu ehren, denn der ehemalige Juniorennationaltorhüter hatte mit seinen Paraden ganz wesentlich zum Sieg seines Teams beitragen können. Überhaupt steht der 24jährige Schlussmann seit einiger Zeit im Zentrum der Berichterstattung rund um die Konstanzer Handballwelt, denn Poltrum hat sich nach Saisonende für einen Wechsel zum HSC 2000 Coburg entschieden. Verständlich, denn der ambitionierte Torhüter sieht dort deutlich bessere Chancen, sein Ziel, endlich auch einmal in der ersten Liga zu spielen, umzusetzen. Natürlich konnte man sich in Konstanz dem nicht verwehren, zumal er versprochen hat, seinem Team im Kampf gegen den Abstieg zu helfen.

Nun interessiert den Wölfe-Trainer Matthias Obinger gar nicht so sehr, wer beim Gegner im Tor steht, denn mit Max Brustmann und Andreas Wieser hat er allemal zwei Schlussmänner im Kasten stehen, die bislang noch jeden Vergleich aushalten konnten. So wie in Nordhorn, als Ligaprimus Björn Buhrmester, der eine Woche später gegen eben jene Konstanzer gleich 25 Bälle parieren konnte, doch deutlich das Nachsehen hatte. Viel mehr Sorgen wird sich Rimparer Coach um die Heimstärke der Mannschaft vom Bodensee machen, denn in der „Schänzlehölle“ ist sie wirklich eine Macht. Da hat sie seit Anfang Dezember letzten Jahres nicht mehr verloren. Überhaupt hat das Team von Trainer Daniel Eblen seitdem immerhin 12:8 Punkte einfahren können und dabei unter anderem eine Woche nach der Heimniederlage der Wölfe gegen Eisenach die Lutherstädter in deren Halle mit 20:30 vom Parkett gefegt. Das sieht nach allem Möglichen aus, nur nicht nach einem potentiellen Absteiger.

Die Wölfe wissen um die Heimstärke der Konstanzer, denn wohl jeder von ihnen wird sich an die sehr unglückliche 29:28-Niederlage am Bodensee erinnern, eine Niederlage, die ihnen am Ende vielleicht sogar den Aufstieg ins Oberhaus gekostet hat. Zudem treten die Akteure um Spielmacher Tim Jud vor heimischem Publikum ausgesprochen selbstbewusst auf, ein Umstand, von dem die Mannschaft aus Aue bei ihrem letzten Gastspiel in der „Schänzlehölle“ ein Lied singen konnte. Da versenkten die Rückraumspieler der Konstanzer nämlich 85% ihrer Würfe, allen voran Goalgetter Paul Kaletsch, der jeden einzelnen seiner 12 Würfe auf das gegnerische Tor erfolgreich einnetzen konnte.

Beide Trainer wissen, dass in einer Liga, in der fast jeder jeden schlagen kann, der Abstand zwischen einem potentiellen Abstiegskandidaten und einem Team des vorderen Drittels ausschließlich statistischen Wert hat. Dass dies für die jeweilige Auseinandersetzung völlig bedeutungslos ist, ist bislang reihenweise bewiesen worden. Von daher brauchen sie nicht ansatzweise über den Favoritenstatus nachzudenken, denn den gibt es für diese Partie nicht. So mögen sich einige Gründe finden lassen, die für die Heimmannschaft sprechen, wohl auch andere, die dem Gast leichte Vorteile einräumen dürften. Das gegeneinander aufzurechnen, wäre müßig. Viel entscheidender ist für Trainer Obinger, dass sein Team ähnlich engagiert und zielorientiert zur Sache geht, wie in den letzten beiden sehr guten Spielen in Nordhorn und daheim gegen Emsdetten. Da konnte es zeigen, wozu es mit Einsatz- und Siegeswillen in der Lage ist.