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Ambitionierte Jungwölfe


Da haben sich die Jungs von Trainer Jens Ullmann bis zum Faschingstreiben so einiges vorgenommen. Vier Punkte sollten es in den beiden nacheinander stattfindenden Heimspielen schon sein, so haben sie beschlossen, auch wenn allen klar ist, dass die Trauben ziemlich hoch hängen. Dass aber die Jungwölfe das Springen danach durchaus gelernt haben, konnten sie bereits am letzten Spieltag beweisen, als sie beim starken Aufsteiger Niederraunau einen nie wirklich gefährdeten 31:23-Sieg feiern durften. Und dass man sich ambitionierte Ziele setzen sollte, um langfristig erfolgreich zu sein, haben sie sich vielleicht auch bei der Zweitligamannschaft abgeschaut, die sich anschickt, im oberen Tabellendrittel ordentlich mitzumischen.
Ob sich allerdings die Truppe von Jens Ullmann mittlerweile so viel Substanz erarbeitet hat, die erfahrenen Hachinger zu bezwingen, muss sich zeigen, denn mit den Münchnern hat sich keine Laufkundschaft zum Kampf um die Punkte angemeldet. Zwar parkt das Team von Trainer Christian Sorger derzeit auf dem 10. Tabellenplatz und liegt damit vier Plätze hinter der Bundesligareserve, ein geschulter Blick auf das Punktekonto verrät allerdings, dass ein Auswärtssieg Punktgleichheit bedeuten würde. Es ist also durchaus eine richtungsweisende Partie für die Münchner. Zudem haben die wohl eine Menge wiedergutzumachen, denn die 27:38 Heimklatsche gegen das wiedererstarkte Haunstetten am vergangenen Wochenende hatte vor allen Dingen wegen der desolaten Abwehrvorstellung zu einiger Missstimmung im eigenen Lager geführt.
Trotzdem übt man sich bei den Hachingern in positiver Stimmungsmache, denn noch ist der, wenn auch knappe 28:27 Heimsieg gegen die Jungwölfe in frischer Erinnerung. Vor allen Dingen die beiden Rückraumspieler Martin Dauhrer und Philipp Heinle hatten damals neben dem wohl stärksten Kreisspieler der Bayernliga, Johannes Borschel, der Zweitligareserve so einige Rätsel aufgegeben. Dazu hatten zu Beginn der Saison zahlreiche Fehler im Angriff der Jungwölfe das bärenstarke Gegenstoßspiel der Münchner begünstigt. Bekommt man diese Hachinger Stärken nicht in den Griff, werden die Trauben vermutlich doch zu hoch hängen.
Andererseits hat sich mittlerweile auch im Angriffsspiel der Jungwölfe so einiges getan. Neben dem immer dominanter auftretenden Spielmacher Andreas Paul hat auch Philipp Meyer ein hohes Maß an Treffsicherheit beweisen können. Mit Nicolas Gräsl aus dem erweiterten Zweitligakader verfügt Ullmanns Team obendrein über einen Kreisspieler, der den Vergleich mit seinem Pendant auf Hachinger Seite keineswegs scheuen muss. Dazu kann Jens Ullmann durchaus auf eine lange Bank zählen, denn mittlerweile trägt sich nahezu jeder Spieler in die Torschützenliste ein. Rechnet man aus den letzten fünf Partien mal das Spiel gegen die Übermannschaft aus Erlangen, gegen die auch die Unterhachinger eine 21:38-Heimschlappe erdulden mussten, heraus, kommen die Jungwölfe im Angriff auf einen Durchschnitt von 28 Toren pro Spiel, ein zweifellos respektabler Wert, auf den man selbstbewusst aufbauen kann. Schafft man es am anderen Ende des Spielfeldes dann noch, die entscheidenden Hachinger Protagonisten in den Griff zu bekommen und das starke Gegenstoßspiel zu unterbinden, werden es die Gäste zweifellos schwer haben, ihre Ziele zu verwirklichen.
Aber eines muss auch den Jungwölfen mit ihren ambitionierten Vorhaben bis zum Faschingstreiben klar sein: nach der Zielsetzung kommt erst der Plan, dann die arbeitsintensive Umsetzung, und erst dann die Gewissheit, ob man das, was man sich vorgenommen hat, auch wirklich erreicht hat.