Schmitt und Kraus übernehmen Jungwölfe
2. April 2019
Interview
Florian Pfeiffer
4. April 2019

v.li.: Benedikt Brielmeier (DJK Rimpar Wölfe), Daniel Zele (Dessau-Rosslauer HV 06), Libor Hanisch (Dessau-Rosslauer HV 06), Patrick Gempp (DJK Rimpar Wölfe), DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - Dessau-Rosslauer HV 06, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!]


Vorbericht


Dessau-Roßlauer HV 06



Es ist Samstag, der 20 Oktober 2018 und Benni Herth hat die Wölfe gerade per Siebenmeter mit 22:21 in Führung gebracht. Der Gegner geht „all in“ und bringt den siebten Feldspieler. Die Abwehr steht jedoch stabil und es gibt drei Sekunden vor Schluss einen Freiwurf aus halbrechter Position. Die Zeit wird angehalten und so stehen sich beide Mannschaften an der sechs und neun Meterlinie gegenüber. Diese Szene wird über den Spielausgang entscheiden. Johannes Wasielewski nimmt Anlauf, bekommt den Ball und wirft durch die Rimparer Deckung und an Max Brustmann vorbei ins Tor. Dies bedeutete 22:22 Unentschieden als Endstand. Der Dessau-Roßlauer HV bejubelte einen sehr wichtigen Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Dessau mit vielen Punkteteilungen

In der Saisonphase, als es zum Hinspiel kam, blieb Dessau sechs Spiele in Folge ungeschlagen. Jedoch gab es bei vier Spielen, wie in Rimpar, eine Punkteteilung. Die Männer des DRHV ist auch ligaweit Spitze bei den Unentschieden. Insgesamt teilten sie sich bereits sechs Mal die Punkte. Es gab Spiele wie in Rimpar und Nordhorn wo der Punkt durchaus als gewonnener Punkt zu bewerten ist. Andererseits hatte man auch Spiele wie zu Hause gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke als man in letzter Sekunde den Ausgleichstreffer hinnehmen musste. Natürlich bleiben aber auch immer Gedankenspiele wo man stehen würde, wenn man diese Spiele gewonnen hätte.

Dessau mit durchwachsener Rückrunde

Zum Start der Rückrunde gab es einen Heimsieg gegen Eintracht Hagen in der Anhalt-Arena Dessau-Roßlau. In den letzten Spielen gab es einen Sieg, ein Unentschieden und drei knappe Niederlagen. Gegen Hamm und Balingen war man jeweils ganz nah am Punktgewinn dran. Im Derby gegen Dresden gab es einen Zuschauersaisonrekord von über 2000 Zuschauern, aber man verlor das Spiel sehr knapp. Gerade die Duelle gegen einen direkten Konkurrenten sind in dieser Saisonphase extrem wichtig und deswegen tut die Niederlage doppelt weh.
Besonders gefährlich ist der Ausgleichstorschütze aus dem Hinspiel Johannes Wasielewski. Der wurfgefährliche Halbrechte ist mit 98 Feldtoren zweitbester Torschütze des DRHV. Der Kapitän Florian Pfeiffer kommt vor allem in der Defensive zum Einsatz und ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas.
Diese beiden Spieler gesellen sich zu einigen weiteren Abgängen nach der Saison beim DRHV. Hier steht im Sommer wohl ein kleiner Umbruch an und man wird sehen in welcher Liga dies geschehen wird.

Wölfe mit starkem Lauf

Das Hinspiel gegen Dessau war vielleicht einer der Tiefpunkt der Wölfesaison. Nach der Lastsecond-Niederlage in Hamburg wollte man vor heimischer Kulisse Wiedergutmachung leisten und scheiterte ebenfalls in allerletzter Sekunde. Man befand sich sehr gefährlich in einer Abwärtsspirale und konnte in der Folge nur zwei Siege aus sechs Spielen holen. Aber zum Glück konnte man dann im Dezember einen Lauf starten und schob sich so immer weiter vor ins Mittelfeld. In der Rückrunde musste man sich bisher nur beim VfL Lübeck-Schwartau und beim ASV Hamm-Westfalen geschlagen geben. Ansonsten lieferte man gerade zu Hause immer wieder gute Leistungen ab und konnte den Tabellenführer aus Balingen besiegen. Das letzte Spiel gegen Hamburg war ergebnistechnisch ein leichter Dämpfer, aber zumindest haben Moral, Einstellung und Teamgeist der Wölfe gestimmt. Zusammen mit den Fans und mit einem starken Brustmann war man trotz mäßiger Leistung ganz nah dran sich die Punkte zu holen und musste erst in der letzten Sekunde einen Punkt abgeben.
Personell gilt es abzuwarten, ob Philipp Meyer am Freitag in Dessau wieder mitwirken kann. Ansonsten sind alle Spieler an Bord und haben in der verkürzten Trainingswoche viel Wert auf Regeneration gelegt. Man hat sich gut auf den Gegner vorbereitet und wird sich den verlorenen Punkt aus der Hinrunde wieder doppelt zurückholen. Am Freitagvormittag macht sich das Team auf nach Dessau und erwartet in der Anhalt-Arena einen heißen Kampf um jeden Meter und keine Mannschaft wird die zwei Punkte kampflos hergeben. Wie immer wird das Spiel live bei Sportdeutschland übertragen und, die Wölfe freuen sich über jede Unterstützung – egal ob vor Ort oder vor den Bildschirmen!


von Michael Schulz - 04.04.2019


ECHT - WILD - TREU - GIERIG