männliche C-Jugend

Mit kleinen Schritten zum Erfolg

Kleine Schritte sind häufig besser als ein großer Sprung. Dass hinter diesem Spruch sehr viel Wahrheit steckt, kann die C1 nach der abgelaufenen Bayernligasaison bestätigen. Auf die souveräne Qualifikation für die Bayernliga folgte in der Vorbereitung ein großer Leistungssprung nach vorne, der sich in überzeugenden Testspielen und eingefahrenen Turniersiegen wiederspiegelte. Der in dieser Saisonphase gezeigte Handball: technisch versiert, schnell, schnörkellos, schön für den Zuschauer anzusehen. Dass solche Leistungen schon vor der Saison gezeigt werden, ist ein Indiz für eine sehr talentierte Mannschaft, mit der es hoch hinausgehen kann. Jedoch verleiten sehr gute Leistungen und Lob von vielen Seiten ebenso häufig dazu nachzulassen, sich auf dem vermeintlichen Leistungsvorsprung auszuruhen und zu vergessen weiterhin kleine Schritte in der Entwicklung nach vorne zu gehen.

Kaum begann die Saison war es mit der Leichtigkeit der Vorbereitung vorbei und die hoch gesteckten Ziele und Erwartungen für die Saison wogen zu schwer. Es konnten zwar die ersten vier Spiele gewonnen werden, überzeugend sah das ganze jedoch nicht aus und es konnte die ohne jeglichen Zweifel vorhandene Qualität nur teilweise in den Spielen gezeigt und abgerufen werden. Die erste Niederlage im fünften Saisonspiel war demnach folgerichtig, da man nur vereinzelt an das Leistungsmaximum herankam. Als alarmierendes Signal dafür, dass der Kredit der Leistungen aus der Vorbereitung aufgebraucht war und es nun wieder notwendig wäre eine „Schippe draufzulegen“, wurde die Niederlage jedoch nicht gesehen. In den folgenden Partien war der Ansporn die Niederlage schnellstmöglich vergessen zu machen und der Ehrgeiz und Wille zu den besagten Leistungen der Vorbereitung zurückzukehren zwar erkennbar, klappen sollte dies jedoch wiederum nie über die volle Länge eines Spiels. Der Rest der Saison verlief identisch zu den ersten Spielen mit Höhen und Tiefen, in denen die Mannschaft immer wieder Ihr Potential aufblitzen lies, aber auch immer wieder die hoch gesteckten Erwartungen an sich selbst nur teilweise erfüllen konnte. Sinnbildlich hierfür steht die Niederlage gegen den späteren verlustpunktfreien Meister HSC 2000 Coburg, bei der es der Mannschaft bei Ausschöpfung Ihres gesamten Potentials gelang einen 8 Tore Rückstand innerhalb von 15 Minuten fast noch zu drehen. Am Ende der Saison steht ein guter dritter Platz, jedoch mit zu vielen Minuspunkten, in der Bayernliga, der aufgrund des vorhandenen Talents mit etwas mehr Konstanz und Biss hätte besser ausfallen können.

Wie kleine Schritte zu permanenten Leistungssteigerung führen, zeigte hingegen die C2, die das gesteckte Ziel der Qualifikation für die übergreifende Bezirksoberliga mit vielen jungen Spielern, die Ihre ersten Qualifikationstuniere bestritten, erreichte. Die ersten vier verlorenen Saisonspiele zeigten der Mannschaft jedoch gleich zu Beginn auf, dass der Sprung in die höhere Altersklasse von der D in die C-Jugend aufgrund von Körperlichkeit, Taktik und Spielsystem doch eine große, nicht zu ignorierende Herausforderung darstellt. Nachdem der Knoten im fünften Spiel geplatzt war und sich die jüngeren Spieler in der Altersklasse akklimatisiert hatten, beeindruckte die Mannschaft in der restlichen Saison. Die Mannschaft wuchs zusammen, viele Spieler des jüngeren Jahrgangs zeigten sich, übernahmen Verantwortung und es fand eine erkennbare Entwicklung bei jedem Spieler statt. Aus den restlichen 14 Partien konnten nach den 4 Auftaktniederlagen 9 Siege bei 5 Niederlagen eingefahren werden. Selbst der spätere verlustpunktfreie Meister die HSG Mainfranken konnte in heimischer Halle bis in die letzten Minuten ins Wanken gebracht werden. Die abschließende Saisonplatzierung mit einem erfreulichen 6. Platz, punktgleich mit dem 5. Platz, spiegelt die positive Entwicklung eines jeden Einzelnen wider und zeigt wie sich Trainingsfleiß, Ehrgeiz und Wille auszahlen.

Bedingt durch den straffen Zeitplan starteten wir nach den letzten Saisonspielen direkt in die Vorbereitung auf die Qualifikationstuniere: ein gemeinsames Trainingslager in Lauda, das internationale Bieberacher Ostertunier, das Philipp-Laible-Gedächtnistunier in Bittenfeld und vieles mehr trugen zu einer erfolgreichen Qualifikation beider Mannschaften bei. Die C1 und C2 erfüllten die gesetzten Ziele für das kommende Jahr und qualifizierten sich wie letztes Jahr für die Bayernliga und übergreifende Bezirksoberliga (ÜBOL). Die C1 ließ durch ein starkes Turnier in Ismaning gleich in der ersten Runde keine Zweifel aufkommen, die C2 qualifizierte sich ebenso souverän, nachdem man unglücklich in der 2. Runde der Landesligaqualifikation gescheitert war. Mit einem schmalen und jungen Kader ist es das Ziel einige D-Jugendliche mit in die Mannschaft zu integrieren, jedem die notwendige Spielpraxis zu geben, viele kleine Schritte nach vorne zu gehen und selbst bei einem großen Leistungssprung in der Vorbereitung sich nicht auszuruhen, sondern mit gleichem Ehrgeiz weiterzumachen. Die wichtigste Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche und fordernde Saison wurde durch die Qualifikationstuniere geschaffen, nun heißt es das vorhandene Talent der Spieler zu nutzen und diese spielerisch, aber auch charakterlich zu einer homogenen Mannschaft zu formen und jeden einzelnen Spieler weiterzuentwickeln.
Wir freuen uns auf die nächste Saison und darauf wieder zu der handballerischen Ausbildung und Entwicklung eines jeden Spielers unseren Beitrag leisten zu können.
Christoph Kolenda, Felix Heinrich und Lorenz Hofmann

Trainer: Christoph Kolenda

Co-Trainer: Lorenz Hofmann