Jungwölfe

Trainer: Janko Škrbić

Betreuer: Martin Gräsl

Ende gut, alles gut

„Ein guter Anfang ist die Hälfte des Erfolgs“, so ein altes Sprichwort. Während dieser Spruch wohl oft seine Berechtigung findet, so haben die Jungwölfe ihn letzte Saison eindrucksvoll widerlegt. Die Saison 2017/2018 begann genauso, wie man es sich wünscht mit einem deutlichen 26:19 Sieg auswärts in Unterhaching. Doch was dann kam, war wohl nicht ganz so eingeplant. Man verlor daraufhin sechs der acht folgenden Spiele, teilweise überdeutlich, wie im ersten Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Ottobeuren (27:37) und den TSV Friedberg (33:20). Hinzu kam, dass man sich auch für gute Spiele wie gegen Bayreuth (23:23) und Waldbüttelbrunn (20:21) nicht vollends belohnte. Diese Ergebnisse schlugen sich auch in der Punkteausbeute der ersten Saisonhälfte nieder (9:17). Auch wenn zwar immer wieder Punkte auf dem Konto der Mannschaft um Trainer Janko Skrbic landeten, war das doch eher selten der Fall. Lediglich gegen die Mannschaften aus Ismaning und Landshut konnte man Erfolge feiern, insgesamt war die Mannschaft einfach nicht konstant genug. Sicher waren auch dauerhafte Verletzungssorgen ein nennenswerter Punkt, warum in der ersten Saisonhälfte so viele Punkte liegen gelassen wurden, dies darf jedoch nicht als Ausrede dienen. Am Ende der Hinrunde landete die Mannschaft dadurch auf dem 11. Tabellenplatz. Spätestens ab hier war klar, dass ein guter Anfang wohl doch nicht ganz die Hälfte des Erfolgs ist.

Die Rückrunde stellte vielleicht keinen kompletten Gegensatz zur Hinrunde dar, trotzdem verlief sie um einiges besser. Zwar schenkten die Jungwölfe etwas unnötig Punkte gegen Ismaning (22:30) und Anzing (18:30) her. Unter anderem feierte die Mannschaft auch wichtige Punktgewinne in den beiden Derbys gegen den TSV Lohr (3 von 4 Punkten) und präsentierte sich insgesamt viel konstanter mit guten Leistungen und als stärkere Einheit. Das reichte trotzdem noch nicht ganz für den Klassenerhalt, denn auch die anderen Vereine hatten ordentlich Punkte gesammelt. So kam es zu dem knappsten Saisonfinale seit dem Aufstieg in die Bayernliga 2014. Dadurch, dass Bad Neustadt und der HSC Coburg II in der 3. Liga akut abstiegsgefährdet waren, bestand die Gefahr, dass gleich vier Vereine die Bayernliga am Ende der Saison hätten verlassen müssen. Das Problem: Platz sieben bis zwölf von insgesamt 14 Plätzen lagen nur drei Punkte auseinander. Zudem fielen die Leistungsträger Andreas Paul und Phillip Meyer in der entscheidenden Phase immer wieder verletzungsbedingt aus oder mussten angeschlagen ins Spiel gehen, sodass es gegen Saisonende zum ersten Entscheidungsspiel gegen Rothenburg kam. Während es in der Halbzeit noch gut aussah, war das Ende mit einer 28:30 Niederlage dann doch sehr unglücklich. Zum Glück blieb noch das letzte Entscheidungsspiel in Anzing. Vor dem Spiel war klar: Wer dieses Spiel verlieren würde, müsste mit großer Wahrscheinlichkeit nächste Saison in der Landesliga spielen. In einem durchaus knappen Spiel, das sich erst in den letzten zehn Minuten entschied (Endstand 27:21, 53. Minute: 20:19) konnte die junge Mannschaft die erforderlichen zwei Punkte dank einer kämpferischen Glanzleistung am Ende verdient einfahren und die Saison so auf einem sehr erfreulichen 7. Tabellenplatz abschließen.

Die sportlichen Aufgaben und Ziele für die neue Saison sind nun klar: Man will sich vor allem als Team weiterentwickeln, was aufgrund der vielen Neuzugänge schon eine Herausforderung sein dürfte: Mit Max Wirth, Julius Weinhardt (beide TG Heidingsfeld) und Phillip Schnabel (TV Kirchzell) kommen gleich drei neue Rückraumspieler in die Mannschaft um Trainer Janko Skrbic. Hinzu kommen die „Altzugänge“ Niklas Grammel (ein Jahr TG Heidingsfeld), Nicolas Gräsl (ein Jahr HC Erlangen 2) und Lukas Schmitt (aus der Rente reaktiviert). Zudem kommen mit Julian Henning und Timon Hruschka zwei Spieler aus der A-Jugend, die sich im Herrenbereich integrieren und an das Niveau der Bayernliga herangeführt werden sollen. Mit Felix Karle wird ein weiterer aktueller A-Jugend Spieler fester Bestandteil der Jungwölfe.

Verkraften müssen die Jungwölfe leider die Abgänge der Leistungsträger Philipp Meyer (Wechsel zu den Wölfen) und Andreas Paul (zum Ligakonkurrenten aus Waldbüttelbrunn), sowie das Karriereende von Tim Rösner. Auch Torhüter Daniel Rose verlässt die Mannschaft aufgrund seines abgeschlossenen Studiums. Das Saisonziel sollte sein, das Beste aus den Möglichkeiten dieses neu geformten Teams zu machen, schnellstmöglich nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben und die zahlreichen Derbys der kommenden Saison für sich zu entscheiden. Da Bad Neustadt aus der dritten Liga abgestiegen ist, sind sie natürlich haushoher Favorit auf den ersten Platz der Bayernliga, doch dahinter ist das Leistungsfeld relativ ausgeglichen und bietet viel Raum für eine spannende Bayerliga-Saison.

Wir hoffen auf einen guten Start in die neue Saison und zahlreiche sowie lautstarke Unterstützung bei unseren Heimspielen in der Dreifachsporthalle in Rimpar.

Timon & Aaron