Jungwölfe

Hinten von links: Silas Kütt, Aaron Noack, Moritz Mohr, Max Wirth, Benno Gattenlöhner, Robin Scheler-Eckstein, Tino Fischer, Matthias Keidel

Mitte von links: Trainer Sebastian Kraus, Trainer Stefan Schmitt, Josef Weber, Benedict Gräsl, Linus Dürr, Lorenz Hofmann, Niklas Grammel

Vorne von links: Bernhard Huber, Max Lang, Timon Hruschka, Markus Leikauf, Tobias Thumm, Hanno Märker, Stefan Bayer

Auf dem Bild fehlen: Philipp Reiß, Martin Gräsl, Julius Weinhardt

Eine Saison nach Maß

Nach einer abwechslungsreichen und intensiven Vorbereitung begann am 15.09 die Bayernligasaison 2018/2019 für die Jungwölfe mit dem ersten Heimspiel gegen den Vfl Günzburg. Es war klar, wenn die in der Saisonvorbereitung bereits hoch gesteckten Ziele erreicht werden sollten, dann musste bereits in diesem Spiel ein erster Sieg her.

Die eigentliche Arbeit begann jedoch weit vorher. Bereits Anfang Juni nahmen die Jungwölfe, die in der vorigen Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt machen konnten das Ziel, in der neuen Saison weiter vorn in der Tabelle zu landen, in Angriff. Zahlreiche Laufeinheiten unter Athletiktrainer und Physiotherapeut Phillip Reis sollten hier für die Grundausdauer der Mannschaft sorgen. Bis dann das erste Mal wieder ein Handball in die Hand genommen werden durfte, dauerte es noch drei lange Wochen, in denen dreimal die Woche eine Meute wilder Handballer den Lauf- und Radweg am Main in Richtung Randersacker unsicher machte. Knapp zwei Monate später stand bereits das erste Highlight der Saison an, obwohl diese eigentlich noch gar nicht angefangen hatte. Vom 24.-26. August ging es in das Trainingslager nach Ljubljana um sich dort noch einmal intensiv auf den tatsächlich handballerischen Teil der Saison vorzubereiten. Nebenbei lernte die Bundesliga-Reserve der Rimparer Handballer aber auch noch das slowenische Nachtleben und die flexible Fahrtkostengestaltung slowenischer Taxifahrer kennen.
Drei Wochen später war es dann endlich so weit. Das erste Saisonspiel gegen den Vfl Günzburg galt als echter Gradmesser. Ziel der Jungwölfe unter Trainer Janko Skrbic war es, in dieser Saison unter die ersten fünf der Bayernliga zu kommen. Der Gegner dieses ersten Spieltages war eine Mannschaft, die sogar Aufstiegsambitionen hegte. Es war alles angerichtet für einen heißen Fight, der aber nicht wirklich aufkommen sollte. Von Anfang an standen die Jungwölfe gut in der Abwehr und entnervten die Günzburger so in ihren Angriffen. Daher war das Spiel schon nach der 50. Spielminute gelaufen und Janko Skrbic konnte munter durchwechseln.
Und wie dieses Spiel, so begann auch die Saison mit einem spielerischen Lauf. Die Abwehr um den Innenblock mit Nicolas Gräsl und Tino Fischer stand gut, dahinter hielt Markus Leikauf alles, was zu halten war. Bereits am dritten Spieltag wäre so fast der große Favorit HSC Bad Neustadt in der Dreifachturnhalle in Rimpar gestrauchelt. Am Ende verloren die Rimparer das Spiel jedoch denkbar knapp mit 20:21 durch ein Tor in letzter Sekunde.
In der ersten Saisonhälfte schien fast alles wie von selbst zu laufen, sodass die Jungs schließlich auf Platz 3 der Bayernliga überwinterten. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch Felix Karle, der in seiner Debütsaison in der Bayernliga bemerkenswerte 142 Tore warf.
Die zweite Saisonhälfte begann etwas holpriger, nun erkämpfte man sich in Günzburg gerade noch so ein Unentschieden. Wie auch in der ersten Saisonhälfte lies sich auch an diesem Spiel ein Trend ablesen: Es lief nicht mehr alles von allein. So ließen die Jungwölfe, auch bedingt durch Verletzungspech um Mittelspieler Julius Weinhardt, in der Rückrunde im Vergleich zur Hinrunde 5 Punkte mehr liegen.
Und obwohl nicht mehr alles lief wie geschmiert, gewannen die Jungs das große Highlight der Rückrunde in eigener Halle, als die DJK Waldbüttelbrunn zu Gast war. Wie jedes Derby gegen ‚die Sumpfler‘ barg auch dieses Spiel wieder einiges an Emotionen. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Rimparer den Gästen aus Waldbüttelbrunn, die mitsamt großem Fanblock angereist waren, einen deutlichen und verdienten 26:23 Sieg abringen.
Obwohl der HSC Bad Neustadt schon sicher auf dem ersten Platz und die Jungwölfe sicher nicht abgestiegen waren, versuchte Janko Skrbic die Stimmung hochzuhalten. Schließlich war es das Ziel, am Ende unter den ersten Fünf zu landen. So folgten noch 3 gute Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage im letzten Auswärtsspiel gegen den TSV Haunstetten. Am Ende steht ein guter vierter Tabellenplatz zu Buche. Ironischerweise direkt hinter dem zu Beginn der Saison geschlagenen Vfl Günzburg.
Mit dem Ende der Saison gehen bekanntlich auch viele lieb gewonnene Gesichter. Nicolas Gräsl wechselt aus beruflichen Gründen zum HT München und wird demnach nächste Saison unser Gegenspieler sein. Julian Henning wechselt nach einem Jahr bei den Jungwölfen zur TG Heidingsfeld. Felix Karle verlässt uns in Richtung erste Mannschaft. Auch wenn er nicht so weit weg ist, wünschen wir ihm wie auch allen anderen trotzdem alles Gute und viel Erfolg.
Der allerwichtigste und sicherlich auch schmerzlichste Abgang ist jedoch der von Trainer Janko Skrbic. Ohne ihn wäre eine solch erfolgreiche Saison nicht möglich gewesen und er wird der Mannschaft sowohl sportlich als auch emotional fehlen. Vor allem hat er die Mannschaft in einer schweren Zeit übernommen, es geschafft, den Abstieg in der letzten Saison abzuwenden und diese junge Truppe unter die ersten fünf der Bayernliga zu führen. Dafür gilt ihm großer Respekt. Wir möchten uns bei ihm als Mannschaft für die tolle und erfolgreiche Arbeit bedanken und wünschen auch ihm alles Gute auf seinem weiteren (auch nichthandballerischen) Weg.
Timo Hruschka
für die Jungwölfe