Damen 1

Betreuer: Karl Bayer

Ein Satz mit X

Mit der wohl besten Bayernligaplatzierung in der Zeitrechnung des Rimparer Damenhandballs in Saison 2016/17 im Gepäck und beflügelt von einer großartigen Abschlussfahrt nach Mallorca, starteten die Damen in die Saison 2017/18. Und das mit neuer Herausforderung: Mit Laura Knorz (Verletzung), Juliane Wenke (Nachwuchs) und Stephanie Piske (Nachwuchs) fielen gleich drei Leistungsträgerinnen für die gesamte Saison aus – eine Mammutaufgabe für Team und Trainer. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Auch mittelfristige verletzungsbedingte Ausfälle von Eva-Maria Bayer sowie berufsbedingte und schulbedingte Ausfälle der einen oder anderen Spielerin bzw. eine blaue Karte zu Beginn der Saison kamen noch erschwerend hinzu.

Als Neuzugänge brachten Amelie Müller, Nachwuchstalent mit Zweitspielrecht vom TV Marktsteft, Kim Meßmer, Rückraumspielerin von der DJK Waldbüttelbrunn, Nachwuchstorhüterin Julia Hauck aus dem eigenen Verein und Milena Schmitt von der SG Garitz-Nüdlingen junges, frisches Blut in die Mannschaft. Ann-Kathrin Lang war als erfahrenes Teammitglied nach großer Reise ebenfalls wieder mit an Bord.

Mit der Aussicht auf schweißtreibende, anstrengende Wochen startete das Team voller Motivation in die Vorbereitung. Beim Trainingslager in Aichach residierte die Mannschaft in einer urigen Hütte im Wald, versuchte sich an mehr oder weniger beabsichtigten morgendlichen Orientierungsläufen und testete sich

u. a. gegen die einheimische Damenmannschaft. Vielen Dank den beiden „Gästeführern“ Mi & Ma, die den größten Teil organisiert und geplant haben.

Nach einigen weniger erfolgreichen Vorbereitungsspielen und einem frühen Ausscheiden in der ersten Pokalrunde startete die Mannschaft motiviert, aber noch etwas verhalten beim 1. FC Nürnberg in die Saison. Zwar mussten sich die Rimparer Damen mit einem 23:15 geschlagen geben, ließen aber erste positive Ansätze erkennen. Erschwerend war der sehr frühe Ausfall von Torfrau Miriam Bergmann, die tapfer von Youngster Julia Hauck vertreten wurde. Außerdem zogen die Schiedsrichter eine viel diskutierte blaue Karte, die deutliche Auswirkungen auf dieses und die folgenden Spiele haben sollte.

Klare Bilanz aus diesem ersten und den folgenden Spielen, einer Serie aus acht Niederlagen: Spielabläufe, Passwege und Torwürfe offenbarten deutliches und dringendes Verbesserungspotential. Die Mannschaft blickte trotz allem optimistisch in die Zukunft und verlor auch in schwierigen Phasen nicht den Mut. Dies wurde nach und nach durch positive Entwicklungen im Zusammenspiel belohnt.

Voll motiviert ging es gegen einen alten Bekannten, die HG Ingolstadt, ins neunte Saisonspiel. War die DJK Halle in der Vorsaison die Halle, in der man die einzigen Heimpunkte liegen lassen musste, so wurden hier diesmal die ersten Heimpunkte der Saison eingefahren. Mit einer bissigen und kernigen Abwehr konnten die Bälle ein ums andere Mal erobert und im gegnerischen Tor untergebracht werden. Das Resultat: 24:18 und damit ein echter Ausreißer in Sachen Torerfolg bei gleichzeitig stärkster Abwehrleistung.

Das Team war sich einig: An diese Leistung sollte und musste weiter angeknüpft werden. Eine zusätzliche Trainingseinheit pro Woche sollte helfen.

Ein erster Erfolg zeigte sich in den folgenden Spielen: Knapp 40 Minuten lang konnte nun den Gegnern Paroli geboten werden, bevor man sich letztendlich doch geschlagen geben musste. Drei deutliche Niederlagen folgten, bevor sich die Rimparer Damen im letzten Hinrundenspiel mit dem späteren Meister und Aufsteiger in die 3. Liga, der HSG Würm-Mitte, 60 Minuten lang einen harten Kampf lieferten und sich dennoch letztendlich mit einem 21:22 geschlagen geben mussten.

Die Vorrunde wurde mit 2:24 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz abgeschlossen, dennoch startete das Team mit Hoffnung, Wille und Kampfgeist in die Rückrunde. Aber einmal mehr kamen die Rimparer Damen nicht richtig in Tritt und setzten die Niederlagenserie aus der Hinrunde fort. Das Ziel der Mannschaft stand dennoch fest: Sie wollte alles tun, um den Klassenerhalt zu realisieren.

Im März 2018 war mit der SG Schwabach Roth ein direkter Kontrahent zu Gast. Nach dem verloren gegangenen Hinspiel sollten im Rückspiel beide Punkte eingefahren werden. Keiner ahnte, dass dieses Spiel sich zu einem Handballkrimi entwickeln würde. Die Abwehr stand während des gesamten Spiels wie eine Wand. Im Angriff gelang ein Torerfolg nach dem anderen. Der Einbruch blieb aus. 25:25, letzte Sekunde: grobes Foulspiel und 7 m für die Rimparer Damen. Marion Keidel verwandelte souverän zum Sieg und zwei wichtigen Punkten.

Leider konnte der Schwung nicht mit in die letzten sechs Saisonspiele genommen werden, auch wenn die Niederlagen knapper wurden, gab es keine Punkte mehr. Die Mannschaft folgt nun dem Ruf in die Landesliga.

Trotz einer anstrengenden und sehr nervenaufreibenden Saison verlor das Team nie den Spaß am Handball und bekam zwischenzeitlich das wohl schönste Kompliment, das man als Mannschaft in dieser Situation bekommen kann: „Ich finde es toll, dass ihr euch alle so gut versteht und zusammenhaltet und so eine gute Stimmung untereinander ist, auch wenn’s sportlich gerade nicht so gut läuft.“ Schön, dass diese Stärke der Mannschaft auch von den Fans wahrgenommen wurde.

Am Ende wollen wir uns natürlich noch bedanken: Bei unseren überragenden Fans und Zuschauern, die bis zum Ende an uns geglaubt und uns unterstützt haben, und das, obwohl es uns in dieser Saison nur selten gelungen ist, die Tribüne durch unsere Leistung so richtig mitzureißen. Bei unserem treuen Trommler Sebastian, der uns Spiel für Spiel mit voller Kraft und Blasen an den Händen lautstark vorangetrieben hat. Bei den vielen 2 for 2 Mitgliedern, die uns auch in dieser Saison unterstützt haben .

Wir freuen uns darauf, euch auch in der nächsten Saison wieder zahlreich und lautstark bei uns in der Halle zu begrüßen.

Für die Rimparer Mädels,

Änni und die Tortanten Miri & Stephi