Pressemitteilung
Vertragsverlängerungen im Wolfsrevier
17. Mai 2018
Nachbericht
Es sollte nicht sein
28. Mai 2018

v.li.: Steffen Kaufmann (DJK Rimpar Wölfe) enttäuscht schauend, Enttäuschung, disappointed, DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - ASV Hamm-Westfalen, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!]

Niederlage gegen Essen



WÖLFE vs. TuSEM Essen 29:33 (16:15)



Irgendwie scheint TuSEM Essen sich allmählich zum Angstgegner zu entwickeln. Zumindest gehört die Mannschaft der Stunde, als die man die Ruhrpottler nach nunmehr sieben Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Auswärtsniederlage in den letzten zehn Spielen durchaus bezeichnen darf, zu den drei Teams, gegen die die Wölfe in dieser Saison alle vier Punkte lassen mussten. Bleibt letztlich nur der Trost, dass man am Ende dieser Spielzeit auf jeden Fall vor dem Traditionsclub aus dem Westen landen wird.

Doch wenn man das Spiel gegen die Gäste aus Nordrhein-Westfalen analysieren will, weiß man gar nicht so recht, wo man wirklich anfangen soll. Denn einiges hat da ja trotz der Personalausfälle, die Trainer Matthias Obinger zu verkraften hatte, durchaus gestimmt. So konnte der für den angeschlagenen Max Brustmann eingesetzte Andreas Wieser sein Leistungspotenzial voll abrufen und hatte mit seinen am Ende 13 Paraden sehr zur Freude des Publikums einen ausgesprochen soliden Auftritt. Auch stellen 29 erzielte Treffer im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit eine deutlich Verbesserung der Effektivität dar, allerdings ließ die Effizienz bei vielen Würfen aus der zweiten Reihe doch deutlich zu wünschen übrig. So beklagte Obinger zu Recht die um über 30% gestiegene Fehlwurfquote gegenüber dem klaren Erfolg in Coburg. Gefehlt hat hier zweifellos der noch im letzten Spiel so erfolgreiche Benedikt Brielmeier, der sich nach einer Zahnoperation Mitte der Woche krankmelden musste. Da auch Lukas Siegler noch nicht wieder einsatzbereit war, mussten die auf der linken Rückraumposition verbliebenen Akteure nahezu allein das Spiel bestreiten. Zudem lastet die ganze Verantwortung des Kreisspiels mittlerweile auf den Schultern des jungen Philipp Meyer, der bislang nur wenig Erfahrung auf dieser Angriffsposition sammeln konnte, in den letzten beiden Spielen aber immerhin fünf Tore markierte. Abwehrchef Stefan Schmitt musste daher als Allrounder seine Vorderleute sowohl am Kreis als auch im Rückraum durch Einsätze im Angriff entlasten, etwas, das er immer noch kann, wie seine beiden Treffer beweisen. Die Belastung der Spieler im Angriff zeigte aber auch in der Abwehr ihre Wirkung. Stand man zu Beginn noch relativ kompakt, so verlor sich diese Stabilität im Laufe des Spiels vorrangig in Eins-gegen-Eins-Situationen. Vor allen Dingen die Rückraum-Reißer der Essener, Jonas Ellwanger und Dennis Szczesny, stellten die Wölfe-Deckung mit ihren kraftvollen Aktionen, die zu insgesamt 15 Toren führten, immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Allerdings bekam man die flinken Gäste erst gegen Ende des Spiels überhaupt nicht mehr in den Griff, denn bis zur 49. Minute war es eine Auseinandersetzung auf absoluter Augenhöhe. Und noch in der 54. Minute konnte Kapitän Stefan Schmitt den Anschlusstreffer zum 27:28 markieren. Doch in den nächsten 3 Minuten hatten die Gäste, begünstigt durch einige sehr fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen, einen vorentscheidenden Viertorelauf, der dann nur noch ergebniskosmetisch leicht korrigiert werden konnte.

Überhaupt hatten die beiden Schiedsrichter kein sehr glückliches Händchen. Während sie die Wölfe gleich 12 Minuten in Unterzahl spielen ließen, davon zehn Minuten der zweiten Hälfte, mussten die Essener in der gesamten Partie nur einmal die Strafbank drücken. Ein deutliches Missverhältnis in der Bewertung der spielerischen Härte, denn beide Mannschaften lagen hierin durchaus auf Augenhöhe.

So aber endete das Spiel, wie es wohl enden musste: mit einem am Ende dann doch recht klaren Erfolg der Gäste. Damit ist ihnen in der Tabelle nicht viel geholfen, so wie es auch den Wölfen die Niederlage nicht sehr geschadet hat, aber es bleibt zurück, dass Essen sich allmählich zum Angstgegner entwickelt, ein Umstand, der seinen Schatten schon bis in die nächste Saison vorauswirft. Denn da wird man sich wohl gleich zu Beginn wiedertreffen.

Es spielten: Brustmann (n.e.), Wieser, Kraus 1, S. Schmitt 2, Schömig 1, Böhm 3, Mohr (n.e.), P. Schmidt 4, Kaufmann 2, Meyer 2, Bauer 4, Herth 9/5, Sauer 1