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Verdienter Erfolg in Konstanz

HSG Konstanz vs. DJK Rimpar Wölfe 28:32 (13:15)

War das ein Kraftakt! Nein, nicht das Spiel in der Schänzle-Sporthalle am Bodensee, sondern die anschließende Rückreise über zugeschneite Autobahnen, die mit einem kräftigen Applaus für den geplagten Busfahrer endete. Das war schon nicht ohne, an allerlei im winterlichen Süddeutschland gestrandeten Klein- und Großfahrzeuge vorbei den Bus sicher nach Hause zu bringen. Nicht auszumalen, wenn eine solche Nachtfahrt nach einer Niederlage hätte durchgestanden werden müssen. So aber schälten sich am Ende in den frühen Morgenstunden zwar müde, aber durchaus zufrieden wirkende Wölfe aus dem Inneren des Gefährts.

Nun war man sicher nicht mit allem zufrieden, was da knapp zehn Stunden zuvor in Konstanz abgeliefert worden war. Aber zwei Punkte mit ins Gepäck zu nehmen, das war schon aller Ehren wert, denn in der „Schänzlehölle“ hatten noch nicht allzu viel Mannschaften bestehen können. So wie in der letzten Saison, als man dort eine ausgesprochen unglückliche Niederlage hatte hinnehmen müssen, eine Niederlage, die am Ende doch so weh tat, weil es unter anderem diese beiden Punkte waren, die in der Endabrechnung zu einem Aufstieg ins Oberhaus fehlten.

Vielleicht saß da immer noch ein wenig Wut darüber in den Hinterköpfen, vielleicht war es aber auch nur das Bewusstsein, nach einer kleinen Niederlagenserie mit den Erfolgen in Nordhorn und daheim gegen Emsdetten irgendwie wieder in der Spur zu sein, jedenfalls ließen die Wölfe von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, dass sie bei der Vergabe der beiden Punkte ein ernsthaftes Wörtchen mitreden würden. Nur einmal während der gesamten Auseinandersetzung durften die Gastgeber in Führung gehen, und zwar in der 3. Minute zum 3:2, den Rest des Spiels lagen die Gäste vorn, allerdings immer auf Schlagweite, denn weiter als mit drei Toren konnte man sich dauerhaft nicht absetzen, sieht man von den letzten drei Minuten einmal ab, als man gegen dann auch aufgebende Konstanzer bis auf 27:32 davoneilte. Der 28:32-Endstand war allenfalls noch eine marginale Ergebniskorrektur.

Zufrieden war Trainer Obinger diesmal sicher mit der Angriffsleistung, auch wenn, wie schon im letzten Spiel, der Rückraum nicht immer durch unmittelbare Torgefahr zu glänzen wusste. Aber wieder waren es dessen zahlreiche Assists, mit denen die Außen- und Kreisspieler in Szene gesetzt wurden, die allein 18 der 32 Treffer vom ersten Kreis oder aus Gegenstößen heraus erzielten. Hierbei glänzte erneut Patrick Gempp mit sechs Treffern und einigen herausgeholten Siebenmetern. Dazu kamen noch fünf Siebenmetertore vom diesmal herausragenden Wölfeakteur Dominik Schömig, der sich am Ende mit 11 Treffern an Platz eins der Liga-Spieltagsstatistik wiederfand. Nicht genug, erzielte der bald 24jährige Linksaußen ein Traumtor, als er sich aufgrund einer Körperberührung mit dem Gegner nach einem Kempa-Anspiel einmal um seine Achse drehte und mit einem Rückhandwurf von der Außenposition vollendete.

Nicht rundum zufrieden schien aber der Cheftrainer mit der Abwehrleistung seines Teams zu sein, weil man den solide haltenden Max Brustmann, der wieder einmal einen Siebenmeter entschärfte, vor allen Dingen bei Rückraumwürfen des Gegners nicht so zu unterstützen wusste, wie das notwendig gewesen wäre, um das Spiel klar zu dominieren. Dass es trotzdem reichte, um die zwei Punkte mitzunehmen, verdankt die Mannschaft ihrem Willen, vielleicht auch ihrer Gier, mit Sicherheit aber ihrer Geschlossenheit in der Umsetzung einer solch schweren Aufgabe gegen die heimstarken Konstanzer. Die Qualität des Kollektivs ist mittlerweile auf einem solchen Niveau, dass der eine oder andere Fehler problemlos ausgebügelt werden kann. Verdient war der Erfolg gegen die Mannschaft von Trainer Daniel Eblen auf jeden Fall, damit der fünfte Platz in der Liga auch verdienter Lohn.

Es spielten: Brustmann 1, Wieser (n.e.), Kraus, S. Schmitt, Schömig 11/5, Böhm 1, Gempp 6, Gorpishin, P. Schmidt 1, Kaufmann 1, Bauer 5, Brielmeier 3, Herth 3, Sauer