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Interview


Jörg Bohrmann



Servus Jörg. Seit dem siebten Spieltag bist du Trainer bei den Rhein Vikings. Die Mannschaft steht abgeschlagen am Tabellenende und den letzten Sieg gab es gegen den Wilhelmshavener HV vor der Winterpause. Zuletzt gab es ein Unentschieden in Ferndorf. Wie bewertest du die Entwicklung der letzten Wochen?
Ich bin aktuell durchaus zufrieden. Meine Mannschaft macht es in den letzten Wochen häufig ganz gut. Wir haben bereits gegen Essen ein gutes Spiel gemacht und haben dort erst am Ende verloren. Dass wir in Ferndorf nach einem guten Spiel einen Punkt mitnehmen konnten, ist natürlich super für die Jungs. Der größte Teil meiner Mannschaft besteht aus A-Jugendspielern. Wir versuchen über 60 Minuten Kampf zu liefern und geben immer Gas. Die Kontinuität über 60 Minuten ist auf dem Niveau aktuell aber logischerweise nicht da.

Es gab im Winter mehrere Abgänge von erfahrenen Spielern. Seitdem wurde der Kader mit jungen Spielern aufgefüllt. Wie sehr beeinflusst das deine Arbeit bzw. die Mannschaft?
Das ist halt aktuell so. Man muss sich den Gegebenheiten anpassen, die da sind. Ich arbeite gerne mit den jungen Spielern und wir versuchen Spaß am Handball zu haben. Die Spieler geben Gas und ziehen voll mit. Wir arbeiten die Woche über gut und versuchen am Wochenende dann alles rauszuholen und schauen, was dann möglich ist. Wir haben ja vorher mit den erfahrenen Spielern auch nicht gut gespielt und jetzt versuchen wir das Ganze mit mehr Leidenschaft anzugehen.

Du kamst als B-Jugend-Trainer zu den Rhein Vikings. Nach dem sechsten Spieltag ging es dann mit Ceven Klatt nicht mehr weiter und du wurdest als Nachfolger präsentiert. Wirst du auch über die Saison hinaus Trainer bleiben?
Erstmal kam mein Wechsel zu der ersten Mannschaft sehr überraschend und war natürlich eigentlich nicht geplant. Mir macht die Aufgabe mit der jungen Mannschaft sehr viel Spaß und aktuell sieht es so aus, dass ich nächstes Jahr auch weiterhin Trainer bleibe. Wir werden in der nächsten Saison auch weiterhin mit jungen Spielern arbeiten und dann sehen wir, wo es hingeht.

Ihr steht als Absteiger quasi schon fest. Die Weichen werden im Umfeld auch schon für die dritte Liga gestellt. Wie wird die Zukunft des Vereins aussehen?
Es ist natürlich schwierig zu prognostizieren, wie die nächste Saison verlaufen wird, da man in eine neue Liga kommt und die Spieler diese auch erstmal kennenlernen müssen. Wir wollen uns trotzdem in der Liga etablieren und ich glaube eine Mittelfeldplatzierung ist durchaus realistisch. Das Projekt wird auch trotz der finanziellen Schwierigkeiten weiter unter dem Namen Rhein Vikings laufen und wir werden – wie auch schon in diesem Jahr – weiterhin stark auf die Jugend setzen. Die Jugendarbeit allgemein ist in diesem Verein sehr stark und die Jugend wird auch die Zukunft des Vereins sein. Es gilt nach und nach Spieler heranzuführen. Wir wissen auch, dass es ein steiniger Weg werden wird, aber mit ein paar Verstärkungen werden wir eine junge und schlagkräftige Truppe zusammen haben.

In der Hinrunde gab es in Düsseldorf ein knappes 20:21 für die Wölfe. In der Folge sind die Wölfe in der Tabelle nach oben geklettert und konnten sich stabilisieren. Was erwartest du für ein Spiel?
Natürlich sind die Vorzeichen ganz anders als noch in der Hinrunde. Zum einen steht bei uns ein komplett veränderter Kader auf dem Feld zum anderen hat Rimpar sich deutlich gefestigt. Wir sind natürlich der Außenseiter, aber wollen uns auswärts trotzdem gut verkaufen. Rimpar spielt aktuell einen wirklich guten Handball, aber wir werden über 60 Minuten trotzdem alles versuchen. Am Ende müssen wir erhobenen Hauptes vom Spielfeld gehen können und sagen können, dass wir alles gegeben haben, aber letztlich ist eine Überraschung eher unwahrscheinlich.


von Michael Schulz - 25.04.2019






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