Visier TV Emsdetten
29. Oktober 2020
Vorbericht TV Emsdetten
30. Oktober 2020

Gemeinsam das Beste draus machen...

„Du bist ja noch Jung, du hast noch nicht so viel erlebt.“ So ähnlich war der Satz damals. Ich muss darauf trotz der aktuell angespannten und etwas trostlosen Aussicht für die nächsten vier Wochen mit einem Schmunzeln zurückblicken. Der Satz kam nicht von einem fast Hundertjährigen der schon die Spanische Grippe überlebt hat, sondern von einem Mann in seinen besten Jahren (wann auch immer die sein mögen?). Ich glaube die aktuelle Situation fordert von uns und unserer Gesellschaft sehr vieles ab – mehr als wir am Anfang alle erwartet haben und länger als wir alle gehofft haben. Die Pandemie ist ein Marathon - wie uns die Virologen schon häufiger gesagt haben. Wir müssen auf unseren Wohlstand verzichten, an vielen Stellen ist dieser auch gefährdet. Nach vielen „fetten“ Jahren (ohne Pandemie) fühlt sich 2020 wie eine Stunde 0 an: Zeitrechnung vor der Pandemie – während/nach der Pandemie. Sie bestimmt unseren Alltag und sie profitiert von unserem Alltag: Von unserem Bedürfnis Freunde und Familie zu sehen, in den Urlaub zu fahren, Feiern zu gehen, Handball zu spielen, Handball anzuschauen – einfach unter Leuten zu sein. All das müssen wir jetzt schon seit Monaten einschränken – uns als Handballabteilung trifft die Pandemie auf vielen Ebenen: Mangelnde Einnahmen durch Catering und Zuschauer, Rückgang bei den Sponsorengeldern, den ein oder anderen Austritt aus dem Verein. Kinder und Eltern, die Sorgen haben zum Training zu kommen. Aufeinandertreffen und Auseinandersetzen mit den verschiedensten Meinungen zu dieser Pandemie und ihren Herausforderungen. Diskussionen und Mails auf allen Ebenen mit dem Bezirk und dem Verband – auch wenn alle nur das „Beste“ wollen – aber was ist das „Beste“ gerade? Das ist entweder eine Frage für den Virologen oder den Philosophen. Beides sind wir nicht.

Eines wirklich so positives möchte ich trotzdem ziehen aus der Situation: Wir sind hier alle etwas enger zusammengerutscht. Die erfreulich sehr hohe Beteiligung an unserer virtuellen Jahreshauptversammlung zeigt: Es interessiert, wie es weiter geht und unsere offene und proaktive Kommunikation und Arbeit in den letzten Monaten wird von unseren Mitgliedern auf allen Ebenen geschätzt. Wir haben selten so viel positive Rückmeldung bekommen wie in den letzten Monaten – und ich muss sagen: Das tut gut. Es war oft nervenaufreibend, ermüdend und frustrierend. Das Ergebnis war aus unserer Sicht aber gut. Wir haben gemeinsam bisher das „Beste“ aus der Situation gemacht. Wir wünschen uns Normalität, die wir aktuell nicht haben können – die Herausforderung hat uns aber zusammenrutschen lassen und die Unterstützung die wir als Abteilungsleitung durch unsere Mitglieder und Sportler in den letzten Monaten erfahren haben motiviert uns weiterhin das „Beste“ aus der Sache zu machen – was auch immer das in den nächsten Monaten bedeuten wird.

DANKE an euch alle für eure konstruktive und mutige Mitarbeit in den letzten Monaten. DANKE an unsere Sportlerinnen und Sportler, die die ewige Antriebsfeder für unsere Motivation sind. Diesen nächsten Lockdown bringen wir auch noch hinter uns!

Für die Abteilungsleitung
Bastian Krenz