Steffen Kaufmann und Ceven Klatt
Eisenach-Spiel findet statt
18. Dezember 2020
Visier ThSV Eisenach
18. Dezember 2020

v.li.: Trainer Ceven Klatt (DJK Rimpar Wölfe) gibt Anweisungen, gestikuliert, mit den Armen gestikulieren, gives instructions, gesticulate im Mannschaftskreis, 29.11.2020, Würzburg (Deutschland), 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - Dessau-Rosslauer HV 06, DFB/DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.

Heimspiel gegen den ThSV Eisenach

Wartburgstädter mit drei Siegen aus fünf Spielen

Nach einer coronabedingten Pause steht das nächste Heimspiel für die Wölfe an. Mit dem ThSV Eisenach kommt ein Tabellennachbar ins Wolfsrevier, der die spielfreie Zeit der Wölfe nutzte, um in der Tabelle an den Rimparern vorbeizuziehen. Um dies schnellstmöglich zu ändern, soll in eigener Halle der nächste Heimsieg her.

 

Im Sommer kam es zu einer faustdicken Überraschung beim ThSV Eisenach. Man verständigte sich mit der Trainerikone Sead Hasanefendic auf eine Vertragsauflösung zum 30.06.2020. In den letzten beiden Jahren hatte der routinierte Trainer den ThSV aus der dritten Liga bis ins gesicherte Mittelfeld in der zweiten Liga geführt. Der direkte Wiederaufstieg war das übergeordnete Ziel für die Thüringer und mit Hasanefendic wurde ein internationaler Toptrainer geholt, der dieses Ziel auch postwendend erreichte.

Nachfolger wurde der damalige Co-Trainer von Hasanefendic Markus Krauthoff-Murfuni. Für den ehemaligen Bundesligaspieler ist es die erste Cheftrainerposition im Profihandball. Er arbeitete zuvor bereits als Co-Trainer bei den Kadetten Schaffhausen und war dann neben seinem Co-Trainer-Job beim ThSV auch als Jugendkoordinator bei den Blau-Weißen tätig. Der A-Lizenzinhaber soll das Team schnell in sichere Fahrwasser führen und einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen.

In der Vorbereitung trafen die Wartburger und die Wölfe bereits einmal aufeinander. In dieser Begegnung zogen die Mainfranken deutlich den Kürzeren. Zur Halbzeit lag man 19:9 hinten. Die Gäste kamen überhaupt nicht in die Partie und luden die Eisenscher zu einfachen Toren über den Gegenstoß ein. In der zweiten Halbzeit kam man dann über den Kampf etwas besser ins Spiel. Für mehr als Ergebniskosmetik reichte es aber nicht mehr. Letztlich stand eine 31:26 Niederlage, aus der die Wölfe in der Vorbereitung einige Rückschlüsse ziehen konnten.

Die Vorfreude auf das Heimspiel gegen Eisenach ist groß. / Foto: Frank Scheuring – Foto2Press

Holpriger Saisonverlauf bisher

Mit einem 26:36 Auswärtserfolg beim Aufsteiger aus Fürstenfeldbruck startete der ThSV planmäßig in die Saison. Der nächste Sieg wurde im Heimspiel gegen Konstanz am vierten Spieltag mit 30:29 eingefahren. In der Folge setzte es eine empfindliche Heimpleite gegen den TV Hüttenberg und eine Klatsche mit 33:23 beim ASV Hamm-Westfalen. Von diesem zwischenzeitlichen Tief erholte man sich gut und konnte gegen den TV Emsdetten und den TV Großwallstadt zwei Siege in Folge einfahren. Gegen das Topteam vom VfL Gummersbach und im Derby gegen Aue war man chancenlos, ehe man sich am letzten Spieltag gegen Dessau die nächsten zwei Punkte schnappte.

Das Aushängeschild beim Team von der Wartburg ist die rechte Angriffsseite. Mit Willy Weyhrauch und Ante Tokic hat man zwei pfeilschnelle Spieler, die in der ersten oder zweiten Welle extremen Druck ausüben können. Ein weiterer Linkshänder mit enormer Qualität ist Alexander Saul im rechten Rückraum. Der 25-jährige kam vom SC Magdeburg nach Thüringen und ist seit Jahren einer der Leistungsträger im Team des Traditionsvereins.

Die Neuzugänge des ThSV haben sich auch bereits sehr gut ins Spielsystem eingefügt. Torhüter Thomas Eichberger und sein österreichische Landsmann Daniel Dicker auf Halblinks zeigen immer wieder, dass sie das in sie gesetzte Vertrauen mit Leistung zurückzahlen können. Der neue Kreisläufer Kristian Beciri ist eine echte Abwehrkante, der nach der Verletzung von Justin Mürköster noch mehr Verantwortung tragen muss. Als Entlastung wurde Hannes Iffert aus der dritten Liga nachverpflichtet.

Endlich dürfen die Wölfe wieder gemeinsam auf dem Feld stehen. / Foto: Frank Scheuring – Foto2Press

 

Wölfe mit kurzer Vorbereitungszeit

Nach den letzten Testungen stand nur noch die Freigabe des Gesundheitsamtes aus, um wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen zu können. Dann konnten die Wölfe nach zehn Tagen Pause endlich wieder loslegen und sich auf den nächsten Gegner vorbereiten. Dass die Zeit sehr knapp bemessen ist, ist natürlich klar, aber in dieser Phase ist diese Situation nicht anders händelbar. Dank der negativen Tests nach zehn Tagen konnte die Quarantäne bereits früher beendet werden und musste nicht über 14 Tage durchgeführt werden.

In den letzten beiden Begegnungen hatten die Wölfe aufsteigende Form gezeigt und konnten drei Punkte holen. Nun soll gegen Eisenach alles in die Waagschale geworfen werden, um die nächsten beiden Zähler einzufahren. Wie man mit so einer Situation umgeht, weiß noch keiner. Doch zumindest wird man alles versuchen, um zu gewinnen. Die verfügbaren Spieler werden geschlossen auftreten und mit den Wölfe-Tugenden in diese Partie gehen.

Unterstützen können Sie das Wolfsrudel, wie gewohnt, vor den Bildschirmen. Auch wenn die Fans in der Halle fehlen, freut sich die Mannschaft über jegliche Unterstützung, die sie in dieser schweren Zeit bekommen kann. Vielen Dank an alle Fans, die weiterhin so zahlreich hinter den Wölfen stehen.

Alles zusammen und Alles für die Wölfe!

Bleiben sie gesund!

Das Spiel im Livestream seht ihr wie immer unter folgendem Link direkt bei sportdeutschland.tv.

 

 

Michael Schulz – 18.12.2020