v.li.: Dominik Claus (SG BBM Bietigheim), Lukas Siegler (DJK Rimpar Wölfe), Christian Schäfer (SG BBM Bietigheim), 11.10.2019, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - SG BBM Bietigheim
Interview Lukas Siegler
2. Dezember 2020
Visier HC Elbflorenz
4. Dezember 2020

v.li.: Dominik Schömig (DJK Rimpar Wölfe), Nils Gugisch (HC Elbflorenz Dresden), Mario Huhnstock (HC Elbflorenz Dresden), 28.09.2019, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz Dresden

Mittelfeldduell gegen den HC Elbflorenz

Zwei Punkte trennen beide Teams in der Tabelle

Der HC Elbflorenz Dresden will in dieser Saison einen einstelligen Tabellenplatz ins Visier nehmen. Nach drei Jahren im Abstiegskampf soll nun der Sprung ins Mittelfeld gelingen. Der Wunsch, sich in der Liga zu etablieren, ist auf jeden Fall da und entspricht auch den Voraussetzungen. Die Kaderstärke des HCE und auch das Umfeld mit der neuen Halle sind ein echtes Pfund in der 2. Handball-Bundesliga.

Der Auswärtssieg der Wölfe beim HC Elbflorenz in der vergangenen Saison war das letzte Auswärtsspiel vor dem Saisonabbruch. Nach einer starken Vorstellung gewann man die Partie mit 25:28 und konnte mit zwei Punkten die Heimreise antreten. Besonders hervorgetan haben sich Benedikt Brielmeier, Patrick Schmidt und Benjamin Herth mit jeweils fünf Treffern. Doch nur eine konzentrierte Teamleistung über die kompletten 60 Spielminuten hat diesen Erfolg ermöglicht.

Schon fast traditionell sind die Begegnungen dieser beiden Mannschaften hart umkämpft. In den direkten Duellen stehen für die Wölfe vier Siege zu Buche, während der HCE zweimal gewinnen konnte. Jedoch konnte keine Mannschaft mit mehr als drei Toren Vorsprung eine Partie für sich entscheiden. Dies verspricht Hochspannung über die gesamte Spielzeit. 

Besonders bemerkenswert ist, dass hier zwei ziemlich gegenteilige Spielstile aufeinander treffen. Während die Rimparer Wölfe über eine starke Defensive kommen und das Spieltempo eher langsam angehen, versucht der HC Elbflorenz mit gnadenlosem Tempospiel seine Gegner zu überlaufen. Für Taktikfeinschmecker sollte daher einiges geboten sein am kommenden Samstag in der s.Oliver Arena. Es wird bei der Frage nach dem Sieger dieser Auseinandersetzung definitiv viel auf die Tagesform ankommen.

v.li.: Mindaugas Dumcius (HC Elbflorenz Dresden), Dominik Schömig (DJK Rimpar Wölfe), 28.09.2019, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz Dresden

Im letzten Heimspiel gegen den HC Elbflorenz führte Domi Schömig sein Team mit fünf Treffern zum 25:22 Erfolg – Foto: Frank Scheuring/Foto2Press

Kaum Veränderungen im Team des HC Elbflorenz

In diesem Sommer ließ man es in Dresden ruhig angehen beim Thema Neuverpflichtungen. Vier Abgängen stehen drei Neuzugänge gegenüber. Unter anderem verließen die beiden Rückraumshooter Marc Pechstein und Gabor Pulay den Verein. Auf dieser Position soll Ivar Stavast, der vom ASV Hamm-Westfalen kam, nun neue Akzente setzen. Aus Eisenach kam Torhütertalent Marius Noack und vom Aufsteiger aus Coburg konnte Rechtsaußen Lukas Wucherpfennig verpflichtet werden.

Im Rückraum ist vor allem Sebastian Greß in dieser Saison besonders torgefährlich. Der 25-jährige konnte bereits 52 Saisontreffer erzielen und belegt damit Platz 2 in der Torschützenliste der 2. Handball-Bundesliga. Gemeinsam mit Nils Holger Kretschmer, Michal Kasal und Mindaugas Dumcius verfügen die Dresdener über enorme Schusskraft aus dem Rückraum. Vor allem Kasal konnte in der letzten Begegnung mit den Wölfen auftrumpfen. Mit seiner Körpergröße von 2,07 Meter kam er immer wieder über die Wölfe-Defensive und erzielte in der wichtigen Phase der Partie einige Treffer.

Die aktuelle Saison der Elbflorenzer ist geprägt von Überraschungen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Zu Beginn der Saison konnte man in Konstanz gewinnen und in der Folgewoche sogar deutlich mit 21:27 beim TuS Nettelstedt-Lübbecke die Punkte einfahren. Darauf folgte ein spektakuläres 33:33 beim TV Hüttenberg, ehe es drei Niederlagen am Stück geben sollte. Gegen den VfL Lübeck-Schwartau und die beiden Aufsteiger aus Fürstenfeldbruck und Großwallstadt musste man beide Punkte abgeben, nur um dann beim Topteam vom ASV Hamm-Westfalen deutlich mit 19:25 zu gewinnen. Am letzten Spieltag kam dann auch der erste Heimsieg der Saison gegen den TV Emsdetten dazu. Es bleibt abzuwarten, ob der HCE es schafft, konstanter zu werden und sich somit einen einstelligen Tabellenplatz zu sichern.

 

Die Wölfe wollen wieder zwei Punkte feiern – so wie hier Benedikt Brielmeier – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

 

Wölfe wollen wieder doppelt punkten

Nach nun drei Spielen in Folge ohne Sieg soll nun endlich wieder gejubelt werden in der s.Oliver Arena. Die beiden knappen Niederlagen gegen Lübeck und Wilhelmshaven sind nun abgehakt und auf das Unentschieden gegen die „Mannschaft der Stunde“ aus Dessau soll aufgebaut werden. Gerade zu Hause sollen in den nächsten Wochen die Punkte eingefahren werden. 

Klar ist, dass es für die Wölfe nur über eine geschlossene Teamleistung geht. Vor allem gegen einen Gegner dieser Qualität sollte man Schwächephasen, wie in der letzten Woche in der ersten Halbzeit vermeiden. Anknüpfen will man natürlich an die letzten 20 Spielminuten, als man einen 6-Tore-Rückstand noch fast in einen Sieg umgewandelt hätte. Grundlage hierfür war eine gute Effizienz im Angriff und eine aggressive Defensive mit einem guten Torhüter dahinter. Mit viel Leidenschaft soll nun wieder doppelt gepunktet werden!

Auch wenn es wieder ein Geisterspiel sein wird, wissen die Wölfe, dass zu Hause an den Bildschirmen viele Fans zuschauen und sie unterstützen. Es ist wieder an der Zeit, einen Sieg einzufahren und der kommende Sonntag ist ein guter Zeitpunkt dafür.

Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

Bleibt gesund!

 

Das Spiel im Livestream seht ihr wie immer unter folgendem Link direkt bei sportdeutschland.tv.

 

 

Um Euch ein noch besseres Handballerlebnis liefern zu können, bitten wir um Eure Mithilfe: Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit den Wölfen, arbeiten Studentinnen der Hochschule Würzburg-Schweinfurt daran, den Livestream in der 2. Handball-Bundesliga attraktiver zu machen. Wir freuen uns, wenn ihr euch fünf Minuten Zeit nehmt und an dieser Umfrage teilnehmt. Damit unterstützt ihr die engagierten Mädels bei ihrem Projekt und helft uns gleichzeitig dabei, den Livestream weiter zu verbessern und profitiert selbst von einer verbesserten Übertragung der Spiele unserer Wölfe.

 

Michael Schulz – 03.12.2020