Transfer
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Vorbericht


TSV Bayer Dormagen



Samstag, 30 März 2019. Der TSV Bayer Dormagen hat gerade den Favoriten aus Lübeck mit 31:23 aus der Halle gefegt. Es war nach dem Sieg gegen Emsdetten und dem Sieg gegen Essen der dritte Sieg in Folge und der TSV konnte sich erstmals in der Tabelle etwas von den Abstiegsrängen absetzen. In der Folge gab es jedoch fünf Niederlagen aus sieben Spielen und davon sind drei Stück jeweils nur mit einem Tor Unterschied ausgegangen. Jedoch bleibt die Ausgangsposition in Sachen Abstiegskampf doch sehr gut für die Wiesel aus Dormagen. Man steht aktuell auf Platz 14 mit 28:42 Punkten und hat somit drei Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung auf den ersten Schleudersitz Richtung dritte Liga.
Als einer der Aufsteiger war man sehr ansprechend in die Saison gestartet und wusste immer wieder zu überraschen. Bereits am dritten Spieltag gelang ein Auswärtserfolg beim Absteiger aus Hüttenberg, gefolgt von einem Heimsieg gegen den Wilhelmshavener HV. Früh zeigte man, dass man berechtigt Ansprüche hatte durchaus etwas länger in Liga zwei zu spielen. Eine Schwächephase im Oktober und November mit sechs sieglosen Partien in Folge hinterließ jedoch ihre Spuren und so kam man dem erwarteten Abstiegskampf doch wieder näher.

Trainerwechsel in der Winterpause

Ähnlich wie bei den Wölfen gab der Verein früh bekannt, dass der damalige Trainer Ulli Kriebel nach der laufenden Saison abgelöst werden sollte. Im Oktober wurde bereits der Nachfolger Dusko Bilanovic präsentiert, der dann im Sommer das Ruder übernehmen sollte. In der Winterpause jedoch informierte der Verein über die sofortige Trennung von Kriebel und Bilanovic übernahm bereits zur Rückrundenvorbereitung das Amt des Cheftrainers. Der Verein hatte sich nach eigenen Angaben nach einer eingehenden Analyse der Hinrunde zu diesem vorzeitigen Wechsel auf der Trainerposition entschieden, um einen neuen Impuls im Abstiegskampf zu setzen. Bisher sieht es so aus, dass dieser Schritt durchaus Früchte tragen wird und man die Liga halten wird. Das junge Team des TSV weiß vor allem zu Hause zu überzeugen und besticht häufig durch offensive Feuerkraft. Spiele mit Ergebnissen jenseits der 30-Tore-Marke sind da keine Seltenheit. Das Team um Toptorschütze Tim Wieling, der aktuell in der Liga auf Platz zwei der Torjäger liegt, spielt mit viel Tempo nach vorne. Viele der Leistungsträger spielen schon seit der Jugend im Verein und bilden das Grundgerüst der Mannschaft.
Diese Entwicklung der Spieler bleibt natürlich nicht unentdeckt und so verwundert es nicht, dass Spieler wie Wieling oder auch Lukas Stutzke den Verein nach der Saison Richtung Bundesliga verlassen werden. Letzterer hatte bereits in der aktuellen Saison ein Zweitspielrecht beim Bergischen HC und wird nun nach der Saison fest dorthin wechseln, während es Wieling nach Stuttgart zum TVB verschlagen wird. Der Rückhalt der Truppe ist zeitgleich auch der älteste Spieler im Team. Torhüter Sven Bartmann zeigt regelmäßig, dass er ligaweit zu den besten seines Faches gehört und hat dem TSV schon einige Male die Punkte gesichert.

Wölfe wollen einstelligen Tabellenplatz sichern

Für die Wölfe geht es in dieser Saison um nicht mehr viel. Man hat sich früh von den Abstiegsrängen entfernen können und genießt seit Wochen den gesicherten Platz im Mittelfeld. Dass diese Ausgangslage keinesfalls Langeweile bedeuten muss, hat das Heimspiel gegen den EHV Aue gezeigt. Dort ging es trotz der eigentlichen sportlichen “Bedeutungslosigkeit” sehr körperbetont und mit viel Leidenschaft zur Sache. Außerdem will man den als Ziel ausgegebenen einstelligen Tabellenplatz endlich klar machen. Vor allem geht es ja am letzten Spieltag gegen den ersten Verfolger im Kampf um eben diesen einstelligen Tabellenplatz, den TV Hüttenberg. Je mehr Punkte man vor diesem Duell holen kann, desto eher kann man den Tabellenplatz in trockene Tücher bringen.
Personell sollten bis auf Lukas Siegler wieder alle Spieler am Start sein. Wie jede andere Mannschaft auch merken die Wölfe so langsam, dass es eine sehr lange Saison war, die nun zu Ende geht. Einige Spieler plagen sich mit kleineren Verletzungen herum, die aber bis zum Saisonende noch zu ertragen sein sollten. Trainer Matthias Obinger wird auf jeden Fall eine schlagkräftige Truppe zusammen haben, die weiterhin alles geben und die Werte der Wölfe weiter vertreten wird. Aus den letzten drei Spielen will man so viele Punkte holen wie nur irgend möglich und ein Sieg in Dormagen wäre dafür ein guter Anfang.


von Michael Schulz - 23.05.2019