Spieler des Monats Marino Mallwitz steht zur Auswahl
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v.li.: David Kovacic (DJK Rimpar Wölfe), Marcel Schliedermann (TV Emsdetten), Yonatan Dayan (DJK Rimpar Wölfe), Johannes Wasielewski (TV Emsdetten), Tomas Urban (TV Emsdetten), 01.01.2000, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - TV Emsdetten

Wölfe bezwingen den VfL Gummersbach

Das nächste Spitzenteam muss in der s.Oliver Arena Federn lassen

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Nach dem starken Auftritt gegen den VfL Lübeck-Schwartau und dem deutlichen 27:19 Heimsieg, wollten die Wölfe nachlegen. Man war sich auch bewusst, dass es eine ähnliche Leistung brauchen würde, um gegen Gummersbach eine Chance zu haben. Was dann geboten wurde, hatte wirklich niemand erwartet. Eine unglaublich spannende Partie ging am Ende mehr als verdient mit 28:24 an die Hausherren und der Jubel kannte keine Grenzen.

Vom Start weg merkte man, dass die Rimparer Wölfe sich einiges vorgenommen hatten für die Begegnung gegen den Favoriten aus Gummersbach. Torhüter Marino Mallwitz konnte gleich zu Beginn zwei Bälle entschärfen und nach fünf gespielten Minuten lagen die Hausherren bereits mit 3:1 in Führung. Dominik Schömig traf per Tempogegenstoß zur erneuten zwei Tore Führung der Wölfe.

Aus gutem Grund ist Mallwitz zum Spieler des Monats nominiert: Hier stimm tihr für ihn ab

Der VfL kämpfte sich seinerseits heran und kam durch Jonas Stüber zum 4:3 in der siebten Spielminute. Nun stand die Defensive der Hausherren wieder überragend und Marino Mallwitz lief erneut mit insgesamt 15 Paraden zur Höchstform auf. Die Mainfranken schalteten schnell um und kamen immer wieder zu leichten Toren. Nach einem 5:0-Lauf, der vom starken Lukas Siegler abgeschlossen wurde, ging man mit 9:3 in Führung und Gäste-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson musste bereits seine erste Auszeit nehmen.

Hier findet ihr den Vorbericht auf das Gummersbach-Spiel

Die Gäste aus dem Oberbergischen kamen zwischenzeitlich wieder auf drei Tore heran. Angeführt vom eingewechselten Raul Santos verkürzte man immer wieder das Ergebnis. Doch die Wölfe spielten wirklich nah am Optimum und ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Julian Sauer erhöhte kurz vor der Pause auf 16:10 und rundete eine unglaubliche erste Hälfte gekonnt ab. Der Schlusspfiff schickte die Wölfe mit einem 6-Tore-Vorsprung in die Kabinen.

Steffen Kaufmann fand immer wieder die Lücken in der VfL-Abwehr – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

Zweite Hälfte als echte Achterbahnfahrt

Nach der Pause erzielte Steffen Kaufmann, mit einem seiner sieben Treffer, für den Stand von 17:10, die höchste Führung der Begegnung. Die Gäste aus Gummersbach stellten nun die Abwehr um und agierten in einer offensiven 5:1-Formation. Hinzu kamen vier Zeitstrafen gegen die Wölfe innerhalb von vier Minuten. Diese waren mehr als umstritten und kosteten den Hausherren auch ihren Abwehrchef Philipp Meyer, der mit seiner dritten Zeitstrafe vom Feld musste. Diese Phase überstand man relativ gut, denn Steffen Kaufmann konnte in der 44. Spielminute das 21:18 erzielen.

Der Aufstiegsaspirant hatte nun Blut geleckt und nutzte die Chance, zurück in die Partie zu kommen. Aus der 5:1-Abwehr heraus schaffte man es nun schneller nach vorne und kam auch offensiv zu besseren Chancen. In der 48. Spielminute war es Rechtaußen Lukas Blohme per Tempogegenstoß, der die Partie erstmalig wieder ausgleichen konnte. Doch auf eine Führung wartete der VfL Gummersbach vergeblich.

Tommy Wirtz durchbrach per Siebenmeter den 5:1-Lauf der Gäste und auf der Gegenseite entschärfte Marino Mallwitz einen Strafwurf von Tobias Schröter. Die unglaublich spannende Schlussphase war eröffnet! Nun übernahm der eingewechselte Yonatan Dayan immer häufiger das Kommando und setzte gegen seinen Ex-Club wichtige Nadelstiche. Nach dem zwischenzeitlichen 24:24 durch Raul Santos setzten die Wölfe zum Endspurt an und als Steffen Kaufmann den Treffer zum 27:24 setzte, war eine erste Vorentscheidung gefallen. Mit einem weiteren gehaltenen Siebenmeter machte Marino Mallwitz endgültig alles klar. Erneut Tommy Wirtz per Siebenmeter machte den Deckel drauf und traf zum 28:24. 

 

Yonatan Dayan mit starker Leistung gegen seinen Ex-Verein – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

 
Wölfe mit nächstem Favoritensturz
 
Der Jubel nach dem Schlusspfiff kannte keine Grenzen. Endlich war es mal wieder gelungen, einen der ganz großen Vereine der Liga zu bezwingen. In der letzten Saison hatte man sich gegen den VfL Gummersbach noch zweimal knapp geschlagen geben müssen, doch nun schaffte man die Überraschung und krönte eine überragende Teamleistung mit dem verdienten Heimsieg.
 
Mit den letzten beiden Siegen hat man sich auch tabellarisch befreit und sich nun ins Mittelfeld vorgearbeitet. Die Mannschaft hat auf den zwischenzeitlichen Durchhänger grandios reagiert und es gilt nun, diesen Teamspirit weiterhin aufrecht zu erhalten.
 
Der nächste Gegner ist bereits am 16.04. in der s.Oliver Arena zu Gast. Gegen den Wilhelmshavener HV musste man sich im Hinspiel denkbar knapp mit einem Tor geschlagen geben. Diese Zäher will man sich nun wieder holen, aber unterschätzen wird man den Gegner keinesfalls. Die Norddeutschen kämpfen gegen den Abstieg und brauchen jeden Punkt. Es braucht erneut eine kämpferische Leistung, um auch diesmal die Punkte im Wolfsrevier zu behalten.
 

Bleibt alle miteinander gesund! Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

 

Michael Schulz – 10.04.2021