Vorbericht TuS Fürstenfeldbruck
28. Januar 2021
Vorbericht TuS Ferndorf
2. Februar 2021

v.li.: Benedikt Brielmeier (DJK Rimpar Wölfe), Mindaugas Dumcius (HC Elbflorenz 2006), Philipp Meyer (DJK Rimpar Wölfe), Michael Schulz (DJK Rimpar Wölfe), 05.12.2020, Würzburg (Deutschland), 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz Dresden 2006

Wölfe ringen Fürstenfeldbruck nieder 

Wölfe beißen sich durch und entscheiden das Bayern-Derby für sich

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Im dritten Anlauf hat es nun schlussendlich doch geklappt. Nach bereits zwei Absagen konnte das Spiel zwischen den Rimparer Wölfen und den Brucker Panthern doch noch stattfinden. Als Bayern-Derby angekündigt hielt diese Begegnung alles, was man sich von ihr versprochen hatte. Man vermag sich nicht auszumalen, was in der Halle los gewesen wäre, wenn Zuschauer die Möglichkeit gehabt hätten, dabei zu sein.

Dieses Nachholspiel ging mit einem Schockmoment für die Brucker Panther los. Rückraumrechts Alexander Leindl ging im ersten Angriff nach einer Körpertäuschung ohne Einwirkung des Gegenspielers zu Boden und musste gestützt vom Feld gehen. Der erste Verdacht, der nach Betrachtung der Szene leider sehr realistisch scheint, lautete Kreuzbandriss. Auch von dieser Stelle Gute Besserung und schnelle Genesung!

Die Wölfe begannen in der Offensive ihrerseits mit dem siebten Feldspieler. Gleich der erste Angriff ergab auch eine gut rausgespielte Möglichkeit, die jedoch nicht genutzt werden konnte und Falk Kolodziej nutzte die Chance auf das verwaiste Tor zur 1:0 Führung. Eben jener Kolodziej erhöhte auch auf 3:1 für die Hausherren, die aus den ausgelassenen Chancen der Gäste umgehend Profit schlugen. Doch in der siebten Spielminute sah der Mittelmann der Panther die rote Karte, nachdem er Michael Schulz im Gegenstoß unsanft stoppte. Nach der Verletzung gleich zu Beginn war der Verlust ihrer Nummer 9 ein erneuter Tiefschlag für die Hausherren.

Rimpar blieb bis zur 20. Spielminute beim taktischen Mittel des siebten Feldspielers, doch zu häufig schaffte man den Wechsel nicht und kassierte einige Tore auf das „Empty Goal“. Zwischenzeitlich ging der Aufsteiger sogar mit drei Toren in Führung und war trotz der beiden Ausfälle deutlich besser in der Partie. Doch das Rudel fand immer besser in die Begegnung und man kam bis zur Pause Tor um Tor heran. Steffen Kaufmann erzielte das 16:16 und schickte beide Teams mit einem Unentschieden in die Kabinen.

 

Das Derby war heiß umkämpft und in beiden Abwehrreihen wurde ordentlich zugepackt – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

 

Fehlstart nach der Pause

Die Wölfe wollten nach der Pause schnell zu ihrem Spiel finden und das Spiel kontrollieren. Doch es lief genau umgekehrt. Philipp Meyer sah bereits in der 34. Spielminute nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte und in der Folge drehten die Brucker Panther auf. Bis zur 40. Minute konnte sich der Aufsteiger angeführt vom starken Yannick Engelmann auf 21:17 absetzen.

Mit dem Rücken zur Wand fand die Abwehr der Wölfe nun immer besser den Zugriff auf ihre Gegenspieler und konnte sich mehrere Ballgewinne erarbeiten. Auch in der Offensive fand man nun immer bessere Lösungen gegen die offensive Formation der Hausherren. Erst war es Kapitän Patrick Schmidt, mit zehn Treffern bester Torschütze der Partie, der zum 22:22 ausgleichen konnte, ehe Dominik Schömig mit einem seiner acht Treffer, sieben davon per Siebenmeter, die erste Führung für die Wölfe erzielen konnte. Nun ging es immer hin und her und das Spiel war völlig offen.

Eine Minute vor dem Ende konnte Korbinian Lex die Begegnung erneut ausgleichen. Wölfe-Trainer Ceven Klatt nahm beim Stand von 29:29 20 Sekunden vor Schluss eine Auszeit und gab letzte Instruktionen. Der letzte Angriff wurde dann über Rechtsaußen Felix Karle gespeilt, der dann aber auf den eingesprungenen Yannik Bialowas ablegte. Der Neuzugang erzielte per Kempatrick die erneute Führung für sein Team und krönte mit seinem fünften Treffer sein Debüt für die Wölfe. Im Gegenzug reichte es nur noch für einen direkten Freiwurf für Fürstenfeldbruck, der aber nichts mehr einbrachte. Die Wölfe sichern sich somit zwei immens wichtige Punkte nach einer unglaublich umkämpften Partie, die in beide Richtungen hätte kippen können.

 

Nach einem spannenden Spiel können die Wölfe doch noch über zwei Punkte jubeln – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

 

Wölfe haben keine Zeit sich auszuruhen
 
Der Aufsteiger aus Fürstenfeldbruck war der erwartet schwere Gegner, der alles in die Waagschale warf und wie im bisherigen Saisonverlauf schon häufiger gesehen, nah am Punktgewinn dran war. Die Wölfe haben mit einer couragierten Leistung gerade so noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen und den Auftakt ins Pflichtspieljahr 2021 erfolgreich gemeistert. 
 
Doch bereits am Mittwoch geht es schon weiter mit einer weiteren Nachholpartie gegen den TuS Ferndorf. Es bleibt keine Zeit zum durchatmen, denn das Spiel gegen den TuS ist auch richtungsweisend. Der TuS möchte sich von der Abstiegszone absetzen und die Wölfe wollen sich noch weiter nach oben ins Mittelfeld der Tabelle schieben. Aufgrund der vielen Nachholpartien wird es aber noch etwas dauern, bis die Tabelle ihre volle Aussagekraft erlangt hat. 
 
Es geht also nach der kurzen Winterpause direkt wieder voll los für das Wolfsrudel. Es bleibt abzuwarten ob in den nächsten Tagen einige verletzte Spieler wieder am Training teilnehmen können. Die kurze Trainingswoche wird genutzt, um sich mit vollem Fokus auf Ferndorf vorzubereiten und dort um die nächsten Punkte zu kämpfen!

Bleibt alle miteinander gesund! Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

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Michael Schulz – 01.02.2021