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v.li.: Trainer Ceven Klatt (DJK Rimpar Wölfe) gibt Anweisungen, gestikuliert, mit den Armen gestikulieren, gives instructions, gesticulate im Mannschaftskreis, 29.11.2020, Würzburg (Deutschland), 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - Dessau-Rosslauer HV 06, DFB/DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.

Wölfe erkämpfen sich einen Punkt

Dezimiertes Wolfsrudel erringt Unentschieden in Ferndorf

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Wie in der Vergangenheit war auch diese Partie zwischen den Rimparer Wölfen und dem TuS Ferndorf nichts für schwache Nerven. In keiner Phase der Partie konnte sich eine Mannschaft entscheidend absetzen. Das Wolfsrudel blieb unbeeindruckt, obwohl der TuS die meiste Zeit in Führung lag. Kurz vor der Schlusssirene stellte dann Yannik Bialowas den 24:24 Ausgleich her.

Das Spiel startete wie erwartet mit zwei dominanten Abwehrreihen, die auf beiden Seiten nicht viel zuließen. Ehe das erste Tor fiel, zogen die Schiedsrichter bereits eine Rote Karte gegen Philipp Meyer. Die Nummer 27 der Wölfe berührte den Linksaußen von Ferndorf unglücklich und ohne Absicht in der Luft und brachte ihn somit aus dem Gleichgewicht. Somit mussten die Wölfe, die ohnehin schon dezimiert antraten, mit einem Spieler weniger auskommen.

Josip Eres erzielte mit dem folgenden Siebenmeter in der vierten Minute den ersten Treffer überhaupt in dieser Begegnung und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Die Wölfe taten sich in der Offensive schwer und erzielten erst in der zehnten Spielminute das erste eigene Tor. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste bereits mit 3:0 zurück. Doch nachdem Yannik Bialowas zum ersten Mal einnetzen konnte war man im Spiel und nach etwas mehr als 15 Minuten erzielte Felix Karle den 5:5 Ausgleichstreffer.

Es blieb eine enge Angelegenheit und kein Team vermochte es, sich einen größeren Vorsprung zu erspielen. Mit einem Zwischenspurt konnten die Wölfe erstmals in Führung gehen. Kreisläufer David Kovacic brachte seine Farben mit 9:10 in Front. Bis zur Halbzeitpause hatte sich das Spiel aber erneut bei einem Unentschieden eingependelt und so wechselte man beim Stand von 12:12 die Seiten.

David Kovacic bestellt die erste Wölfe-Führung in einer umkämpften Begegnung – Foto: Frank Scheuring/Foto2Press

Die Begegnung bleibt umkämpft

Der TuS Ferndorf legte in der zweiten Halbzeit direkt wieder vor. Die Mannschaft von Trainer Andersson ging mit 14:12 in Führung und schaffte es immer wieder, sich den ergebnistechnischen Vorteil zu erarbeiten. Die Wölfe kämpften aber unverdrossen weiter und der dezimierte Kader stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Mehrmals arbeitete man sich zurück und konnte die Begegnung ausgleichen.

Im Rückraum musste die Achse um Kapitän Patrick Schmidt, Rückraumrechts Steffen Kaufmann und Neuzugang Yannik Bialowas nahezu durchspielen. Lediglich bei Zeitstrafen wurde Dominik Schömig in den Rückraum beordert, um die zeitweise entstandene Lücke zu füllen. Schömig war auch an diesem Abend von Außen wie auch der Siebenmeterlinie extrem treffsicher und hielt seine Quote bei sechs Treffern mit sechs Versuchen bei den vollen 100 Prozent.

Etwa zweieinhalb Minuten vor Schluss erzielte Josip Eres die 24:22 Führung für die Hausherren, die somit schon auf den Heimsieg zusteuerten. Doch die Wölfe gaben nicht auf und kämpften verbissen weiter. Nach dem Anschlusstreffer durch Dominik Schömig und einer direkten roten Karte gegen Torben Matzken hatten die Gäste den letzten Angriff in Überzahl. Drei Sekunden vor Schluss war es, wie schon in Fürstenfeldbruck, Yannik Bialowas mit dem letzten Wurf und dieser fand den Weg in die Maschen zum viel umjubelten 24:24 Ausgleich.

Yannik Bialowas feierte mit zwei enorm wichtigen Treffern in seinen ersten beiden Einsätzen für das Wolfsrudel einen Traumeinstand – Grafik: Lukas Schmitt/Wölfe

Wölfe mit gefühltem Sieg
 
Nach diesem Spielverlauf und den Vorzeichen kann man zumindest von einem gewonnenen Punkt sprechen. Nach der frühen Roten Karte hat man über das gesamte Spiel nicht aufgesteckt und sich am Ende das nötige Quäntchen Glück auch erarbeitet. Moralisch war dieser gefühlte Sieg extrem wichtig, um den Schwung weiter mitzunehmen in die nächsten Spiele.
 
Schon am Sonntag steht das erste Heimspiel in diesem Kalenderjahr an. Zu Gast ist der TSV Bayer Dormagen, der in dieser Saison eine sehr gute Rolle spielt und sich direkt hinter der Spitzengruppe positioniert hat. Gerade gegen die Topteams zeigen die Blau-Weißen immer wieder ihre Qualitäten und konnten dem VfL Gummersbach ein Unentschieden abringen.
 
Die Wölfe wollen ihre Punktejagd in der englischen Woche weiter fortsetzen und werden versuchen, auch im Heimspiel Zählbares einzufahren. Auch wenn erneut ohne Zuschauer gespielt werden muss, wird die Mannschaft alles geben, um den Fans vor den Bildschirmen einen heißen Kampf zu bieten!

Bleibt alle miteinander gesund! Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

 

Michael Schulz – 04.02.2021