Interview Yonatan Dayan
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Vorbericht SG BBM Bietigheim
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v.li.: Tommy Wirtz (DJK Rimpar Wölfe), Yonatan Dayan (DJK Rimpar Wölfe) jubeln, Alexander Saul (ThSV Eisenach), 19.12.2020, Würzburg (Deutschland), 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - ThSV Eisenach, DFB/DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.

Wölfe erkämpfen den nächsten Heimsieg

Erstes Spiel nach der Quarantäne geht an die Wölfe

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Nach zwei Wochen ohne Punktspiel und nur einer Trainingseinheit stand eine schwierige Aufgabe für die Wölfe bevor. Mit fünf Ausfällen war das Wolfsrudel so dezimiert, wie noch nie in dieser Saison. Auch beim Gegner aus Eisenach fehlten einige Stammspieler verletzt. Diese Vorzeichen ließen ein umkämpftes Spiel erwarten und genauso sollte es kommen. Ein sehr fehlerbehaftetes Spiel entschieden die Wölfe letztlich verdient mit 26:23 für sich.

Exakt zwei Wochen nach dem letzten Heimspiel gegen den HC Elbflorenz stand endlich wieder ein Spiel auf dem Plan. In der Zwischenzeit waren drei Spieler der Wölfe positiv auf das Coronavirus getestet worden und die gesamte Mannschaft begab sich in häusliche Isolation. Alle Spieler wurden weiter getestet und da keine zusätzlichen Fälle auftraten, konnte das Team die Quarantäne bereits nach zehn Tagen wieder verlassen. So verblieb eine Trainingseinheit mit dem gesamten restlichen Kader, um sich auf die Begegnung gegen Eisenach vorzubereiten, die wegen der Ausgangssperre bereits um 17 Uhr startete.

Gleich zu Beginn sah man der Heimmannschaft an, dass sie einige Zeit ohne einen Ball in der Hand verbracht hatte. Viele Abspielfehler im Umschaltspiel und ein paar Abstimmungsprobleme in der Defensive nutzten die Gäste, um ihrerseits in Führung zu gehen. Martin Potisk erzielte das 0:1 für den ThSV und nach sieben Minuten führten die Thüringer durch Daniel Dicker beim 2:4 erstmals mit zwei Toren. Doch ein Doppelschlag durch Tommy Wirtz nach einem Abpraller und Benedikt Brielmeier per Tempogegenstoß egalisierte den Rückstand. In der elften Minute war es erneut Tommy Wirtz, der seine Mannschaft erstmals mit 6:5 in Führung brachte.

Es blieb ein sehr zerfahrenes Spiel mit einigen Fehlern auf beiden Seiten. Die Wölfe gingen nun auch mal mit drei Toren in Führung und zeigten vor allem in der Defensive ihre Klasse. Vorne führte Yonatan Dayan klug Regie und erzielte die beiden letzten Wölfe-Treffer vor der Pause. Zehn Sekunden vor dem Ende erzielte Adrian Wöhler über die Linksaußenposition noch einen Treffer für die Gäste und schickte beide Teams beim Spielstand von 14:12 in die Kabinen.

 

Yonatan Dayan zeigte mit sieben Treffern eine starke Partie – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

 

Wölfen führen im gesamten zweiten Durchgang

Die Wölfe trotzten allen Widrigkeiten und hatten sich in die Partie hineingekämpft. Nun galt es noch einmal 30 Minuten Vollgas geben, um nach der Quarantäne den so wichtigen Heimsieg einzufahren. Steffen Kaufmann erzielte nach der Pause den ersten Treffer und brachte seine Farben mit 15:12 in Führung. Eisenach blieb dran und kämpfte mit allen verfügbaren Mitteln. In der 39. Spielminute schlug dann die Stunde von Linksaußen Dominik Schömig. Innerhalb von einer Minute und 48 Sekunden erzielte er drei Treffer in Folge und brachte die Wölfe beim Stand von 20:16 erstmals mit vier Treffern in Führung. 

Näher als auf zwei kamen die Gäste nicht mehr heran. Selbst eine eklatante Siebenmeterquote ließ die Wölfe nicht verzweifeln: Lediglich einer von sieben Versuchen fand den Weg in die Maschen. Jedoch nahmen die Hausherren dies nur zum Anlass, um in der Abwehr nochmal einen Gang hochzuschalten und dort nichts zuzulassen. Die kämpferische Leistung war, aufgrund der gegebenen Umstände, abermals sehr stark. In der 52. Spielminute brachte Yonatan Dayan seine Mannschaft mit einem seiner sieben Treffer erneut mit drei Toren in Front.

Nach dem 24:21 passierte lange nichts, da beide Teams es verpassten, weitere Erfolgserlebnisse zu verzeichnen. Über sechs Minuten fiel kein Tor, ehe Ivan Snajder nochmals auf zwei Tore verkürzen konnte. Doch in Folge eines geduldigen Angriffs brachte Benedikt Brielmeier mit einem sehenswerten Schlagwurf die endgültige Entscheidung. Den Deckel drauf machte dann Yonatan Dayan, der gegen die offensive Manndeckung den 26:23 Endstand beisteuerte. Es war mit Sicherheit kein Handballleckerbissen, aber am Ende zählen die zwei wichtigen Punkte im letzten Heimspiel des Jahres.

 

Nach dem Schlusspfiff hatten die Wölfe allen Grund zum Jubeln! – Foto: Frank Scheuring / Foto2Press

 

Noch zwei Auswärtsspiele im Jahr 2020

Dieser Sieg nach dem Kaltstart aus der Quarantäne war für die Wölfe immens wichtig. Tabellarisch konnte man sich auf Platz sieben vorarbeiten und steht mit 11:9 Punkten gut da. Vor dem Spiel war nicht abzusehen. in welchem Zustand die Mannschaft sein würde und wie sich der Spielverlauf gestalten sollte. Doch mit einem beherzten Auftreten und einer starken Defensivleistung konnte man die Gäste aus Eisenach niederringen.

Vor dem Jahreswechsel stehen nun noch zwei schwierige Auswärtsspiele auf dem Programm. Zuerst geht es am 23. Dezember gegen die SG BBM Bietigheim, die besonders hart vom Coronavirus getroffen wurden und noch einige Spiele nachholen müssen. Am 29. Dezember steht ein Gastspiel beim Tabellenzweiten aus Hamburg an. Die Hansestädter zeigen sich in den letzten Wochen in einer herausragenden Form und werden auch nur schwer zu bezwingen sein.

Doch das dezimierte Wolfsrudel wird noch einmal alle Kräfte bündeln und alles investieren, um den Jahresendspurt positiv gestalten zu können. Die ausgefallenen Partien aus den letzten Wochen werden im neuen Kalenderjahr nachgeholt. Die genauen Daten werden dann über alle Kanäle der Wölfe kommuniziert.

 

Bleibt alle miteinander gesund! Alle zusammen und Alles für die Wölfe!

 

Passend zur Begegnung:

 

Michael Schulz – 21.12.2020