v.li.: Benedikt Brielmeier (DJK Rimpar Wölfe) enttäuscht schauend, Enttäuschung, disappointed, Einzelbild, 11.10.2019, Würzburg, 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - SG BBM Bietigheim
Pressemitteilung
Kurzarbeit im Wolfsrevier
1. April 2020
Konsternierter Leitwolf: Ceven Klatt
Sondermeldung
Aussetzung des Spielbetriebs verlängert
3. April 2020

v.li.: Spieler der DJK Rimpar Wölfe feiern den Sieg, 15.09.2019, Würzburg, Handball, 2. Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen


HBL veröffentlicht Entschluss zur Lizenzvergabe


Diverse Besonderheiten aufgrund der Corona-Krise



Das Lienzierungsverfahren für die kommende Saison muss aufgrund der aktuellen Lage völlig neu bewertet werden. Alle eingereichten Unterlagen haben bereits wenige Wochen nach der Frist absolut keine Aussagekraft mehr, da sich nahezu alle wirtschaftlichen Grundlagen geändert haben. Deshalb hat die HBL nun eine Pressemitteilung veröffentlicht, um die Klubs sowie die Öffentlichkeit zu informieren.
Lizenzierungskommission nutzt Ermessensspielräume zur Erteilung der Lizenzen für Vereine der 1. und 2. Bundesligen

Die Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. hat entschieden, dass für die Spielzeit 2020/21 alle Vereine in der 1. und 2. Handball-Bundesliga die Lizenz erhalten - teilweise jedoch mit der Auflage der Begrenzung des Personalaufwands. "Mit dieser Entscheidung, die unter dem Vorbehalt der jeweiligen sportlichen Qualifikation steht, will die Lizenzierungskommission ein positives, motivierendes und absolut notwendiges Zeichen an die Klubs senden. Diese beweisen sich in schwierigen Zeiten täglich als Krisenmanager und unternehmen alles ihnen Mögliche, um der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen erfolgreich entgegenzutreten." So der Wortlaut in der Pressemitteilung der Handball-Bundesliga. Lediglich die HSG Krefeld erhält keine Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb der Saison 2020/21, weil die "Eagles" den Lizenzantrag nicht fristgemäß innerhalb der Ausschlussfrist zum 1. März 2020 bei der Lizenzierungskommission eingereicht haben.

Den Wölfen ist die Frist- und Formgerechte Einrichung der Lizenzunterlagen gelungen, sodass die Teilnahme am Spielbetrieb in der 2. Handball-Bundesliga - theoretisch sogar an der 1. Bundesliga - für die kommende Saison gesichert ist.
 
 
"Sowohl für die Lizenzierungskommission als auch für die Klubs beider Bundesligen stellt die Corona-Pandemie und deren bereits jetzt deutlich spürbare massive Auswirkungen auf die sportlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine bisher nie dagewesene Herausforderung dar" , führt die HBL weiter aus und spricht damit wohl auch den Verantwortlichen der Wölfe als auch den anderen 35 Profiklubs aus der Seele.

„Noch vor Kurzem haben wir eine deutliche Zunahme der Finanzkraft der Klubs festgestellt. In dem aktuellen Prüfungsverfahren war eine fundierte Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufgrund der außergewöhnlichen Umstände nur sehr eingeschränkt möglich", wird Rolf Nottmeier, Vorsitzender der Lizenzierungskommission in der Meldung der Liga zitiert, der weiter ausführt: "Wir haben daher bewusst mit Augenmaß unter Berücksichtigung der unverschuldeten Notlage der Vereine und Nutzung der Ermessungsspielräume der Lizenzordnung diese positive Entscheidung getroffen“

Nachlizenzierung voraussichtlich im August

Niemand kann genau beurteilen, wie es weitergehen wird, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich, weshalb die HBL sich zu weiteren Maßnahmen gezwungen sieht: "Da die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu dieser Zeit kaum überschaubar sind, hat die Lizenzierungskommission alle Vereine zu einer außerordentlichen Nachlizenzierung bis Ende August 2020 verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt sollte mehr Klarheit sowohl über die Fortsetzung des Spielbetriebs als auch über wesentliche finanzielle Auswirkungen der Corona-Pandemie bestehen."

Die Wölfe begrüßen die Maßnahmen und Entscheidungen der HBL. Das positive Signal seitens der Liga gibt weiteren Mut, diese Krise gemeinschaftlich durchzustehen, Solidarität wird dabei groß geschrieben und vorgelebt. Deshalb schließen sich die Wölfe zu 100% der Formulierungen der Liga an und wollen den vorgeschlagenen Weg mitgehen: "Für die HBL GmbH und alle Vereine stellt die Corona-Pandemie und die Entscheidung, die laufende Saison auszusetzen, einen sportlich und wirtschaftlich einzigartigen, massiven und bedrohlichen Einschnitt dar. Der gesamte Handball-Profisport trifft die notwendigen Entscheidungen aus Überzeugung und will damit einen Beitrag leisten, die Corona-Pandemie bestmöglich einzudämmen, um schnellst möglich den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Oberste Priorität hat die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung."

Christian Graber - 02.04.2020