mD-Jugend:
Klarer Sieg gegen Volkach
29. Oktober 2017
Nachbericht
Sieg in der Hansehölle
4. November 2017

v.li.: Benjamin Herth (DJK Rimpar Wölfe), Leos Petrovsky (Bergischer HC), DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - Bergischer HC, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!]

Heißer Tanz im Norden

VfL Lübeck-Schwartau vs. DJK Rimpar Wölfe (Freitag, 03.11.2017, 19.30 Uhr, Hansehalle, Lübeck)


(at) Wer erinnert sich nicht an jenen Juni-Samstagabend, als der große grün-weiße Traum zerplatzte, das schier Unmögliche möglich zu machen? Um ein Haar wäre es den Wölfen gelungen, die letzten Stufen ins deutsche Handball-Oberhaus, der stärksten Liga der Welt, zu nehmen, doch eine 29:31- Niederlage in Lübeck und der Misserfolg des bereits feststehenden Aufsteigers TUS Nettelstedt- Lübbecke in Hüttenberg sorgte für die Entscheidung. Viel ist danach darüber geredet worden, warum Mannschaften mit so unterschiedlicher Motivation in diesem Herzschlagfinale bei der Sache zu sein schienen. Natürlich bohrten Fragen, warum die Wölfe im fernen Norden bekämpft worden waren, als ob es bei dem Gastgeber um alles ging, warum die Spieler in ihrer Trauer, ihr großes Ziel nicht erreicht zu haben, im Nachgang noch Spott von besonders Unnachsichtigen im Publikum ertragen mussten, so als hätte eine alte Rechnung beglichen werden sollen. Und natürlich stellte man sich die Frage, warum die Lübbecker ausgerechnet in einem letzten, zugegeben für sie bedeutungslosen Spiel, ihre höchste Saisonniederlage hinnehmen mussten. Doch das alles wurde sehr rasch von der schlichten Tatsache zugedeckt, dass man daran sowieso nichts mehr ändern konnte. Man ging zur Tagesordnung über, und das war gut so!

Mittlerweile ist die Schnupperphase dieser Zweitligasaison bereits beendet und man befindet sich mittendrin im Kampf um die besten Plätze an der Sonne. Und einen solchen hat sich der Vfl Lübeck- Schwartau bereits erkämpft, denn die Norddeutschen haben sich auf dem zweiten Tabellenplatz eingefunden, jenem Platz, um den in dieser Saison wohl am heißesten gerungen werden wird. Dabei hat die Mannschaft von Trainer Torge Greve schon jetzt bewiesen, dass es sich dabei sehr wahrscheinlich nicht um eine Momentaufnahme handeln dürfte, denn das bisherige Auftreten seines Teams ist das einer Spitzenmannschaft. Lediglich in Saarlouis kamen die Lübecker ordentlich unter die Räder, ansonsten hielten sie sich schadlos, wobei gerade der Sieg gegen Absteiger Coburg deutlich machte, wozu sie fähig sind. Das gilt natürlich besonders im Hexenkessel der „Hansehölle“, in der sich die Spieler offensichtlich sehr wohl zu fühlen scheinen. Verloren jedenfalls hat die Mannschaft in dieser Saison dort noch nicht.

Dabei zeichnet das Team von Torge Greve vor allen Dingen ein Kader aus, der in seiner Leistungsdichte nur von wenigen Konkurrenten erreicht werden kann. Insbesondere die Rückraumpositionen sind mit einem Oliver Milde und Jan Schult auf der linken Seite und einem Rickard Akerman und Antonio Metzner auf der rechten Seite erstligatauglich besetzt. Aber auch alle anderen Positionen sind leistungsstark doppelt verfügbar, so dass Greve aus dem Vollen schöpfen und Ausfälle leicht kompensieren kann. Insbesondere Oliver Milde hat sich zum Lübecker Goalgetter entwickeln können, seine neun Tore in Aue zeugen von seiner Gefährlichkeit als Rückraumshooter.

Es wird also keine leichte Aufgabe für die Wölfe werden, gegen die Norddeutschen zu bestehen. Im Gegenteil, Trainer Matthias Obinger ist klar, dass die Favoritenrolle, vielleicht noch im Gegensatz zur letzten Auseinandersetzung, diesmal eindeutig verteilt ist. Die hat diesmal der Gastgeber eindeutig für sich gepachtet. Zudem hat man aus der Hansehölle noch nie etwas Zählbares mitnehmen können. Dennoch gilt es, für den Tabellenneunten das Beste aus dieser Lage herauszuholen, denn dass die Norddeutschen auch mal wackeln können, haben sie ja trotz ihres ungeheuren Siegeseifers in der letzten Auseinandersetzung bewiesen. Viel hatte damals jedenfalls nicht gefehlt, und die Wölfe würden dieses Jahr nicht in der Hansehölle gastieren.