Damen 1:
Vorbericht zum Heimspiel gegen die HG Ingolstadt
9. November 2017
Nachruf auf Ernst Reitzenstein
12. November 2017

v.li.: Benedikt Brielmeier (DJK Rimpar Wölfe), Co-Trainer Josef Schömig (DJK Rimpar Wölfe), Benjamin Herth (DJK Rimpar Wölfe) gibt Anweisungen, gestikuliert, mit den Armen gestikulieren, gives instructions, gesticulate, DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - Bergischer HC, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!]

Gerechte Punkteteilung

DJK Rimpar Wölfe vs. HBW Balingen-Weilstetten 27:27 (13:15)

(at) Am Ende schien es auf beiden Seiten so, als war den Beteiligten an dieser hochspannenden Auseinandersetzung nicht so richtig klar, ob man sich auf die Schulter klopfen durfte oder tiefe Betrübnis zur Schau tragen musste. Das ist wohl immer so, wenn ein Spiel mal den einen, mal den anderen auf der Gewinnerstraße sieht, um sich dann am Ende doch in einem Remis wiederzufinden. So auch in der Partie der Rimparer Wölfe gegen den Erstligabsteiger HBW Balingen-Weilstettenund - das kann man nach dem Auftritt der Schwaben in der sOliver-Arena durchaus prognostizieren – einen Favoriten für den direkten Wiederaufstieg. Das wurde dann auch rasch den Spielern des Gastgebers klar, als man schließlich die Losung ausgab, einen Punkt gewonnen zu haben. Das konnte man schon allein aus der Tatsache ableiten, dass man nur in der ersten Viertelstunde und in den letzten zehn Minuten die Nase leicht vorn hatte, ansonsten das Spiel von den Gästen bestimmt worden war. Die wiederum konnten sich bei ihrem 135fachen Nationalspieler Martin Strobel bedanken, der sein Team nervenstark im Spiel hielt, als die Felle in den letzten Minuten doch noch davon zu schwimmen drohten.

Doch der Reihe nach. Zunächst zeigte sich vor allen Dingen Benedikt Brielmeier im Angriff hervorragend disponiert, denn ihn bekamen die Balinger auch später nicht in den Griff. Schnell und beweglich, dazu konsequent im Abschluss sorgte er erstmal für eine 6:4-Führung, und hier schon versprach das Spiel für die fast 2000 Zuschauer ein besonderes Erlebnis zu werden. Denn Balingen war unter ihrem neuen Trainer Jens Bürkle keineswegs angetreten, um zwei Punkte in der sOliver-Arena liegen zu lassen, auch wenn sich dieser an alter Wirkungsstätte in bewährter Weise im Understatement geübt und kurzer Hand Rimpar zum klaren Favoriten erklärt hatte. Nein, Balingen hielt nicht nur dagegen, sondern glich in der 18. Minute durch Martin Strobel aus, um ab dann das Heft in die Hand zu nehmen. Auffällig war in dieser Phase, dass die Unterfranken vor allen Dingen in der Abwehrarbeit im Eins-gegen-Eins gegen die robusten Schwaben zu oft das Nachsehen hatten. Teilweise zog der Gast mit vier Toren davon, und es war Patrick Schmidt zu verdanken, dass der Gastgeber kurz vor dem Pausentee noch auf 13:15 verkürzen konnte. Inzwischen hatte auch Max Brustmann seine Kasten verlassen, weil er kaum Zugriff auf die überlegt angesetzten Würfe des Balinger Rückraums bekam. Aber auch Andi Wieser hatte kaum eine Chance gegen die Balinger Rückraumkanonade, so dass es schon zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht gut aussah für den Gastgeber. 15:19 stand es da, und die Balinger wirkten keineswegs so, als wollten sie den Vorsprung nur über die Zeit retten. Doch dann aktivierte der inzwischen wieder ins Tor zurückgekehrte Max Brustmann seine in solchen Lagen bewährten Fähigkeiten, parierte einige Würfe und leitete die Aufholjagd ein. Das waren jetzt die Wölfe, die das Publikum von den Sitzen reißen konnten. Bissig, kampfstark, um jeden Ball ringend, machten sie plötzlich einen enormen Druck auf das Balinger Angriffsspiel, arbeiteten sich Tor um Tor heran, um in der 52. Minute nicht nur auszugleichen, sondern durch den jetzt glänzend aufgelegten Steffen Kaufmann sogar in Führung zu gehen. Doch Balingen hielt im Sinne einer Klassemannschaft, angetrieben von Martin Strobel, wieder dagegen, glich aus und ließ sich einfach nicht abschütteln. Es war der in den Schlussminuten ausgezeichnet aufspielende Lukas Siegler, der mit seinem hart erkämpften 27:26 die Halle fast zum Bersten brachte. Doch wieder einmal konnte Martin Strobel mit einem einen recht glücklichen Wurf durch Brustmanns Beine ausgleichen und damit zum 27:27-Endstand einnetzen. Die letzten Sekunden konnte der Gastgeber nicht mehr nutzen, um das Siegtor zu machen.

Es waren zwei Mannschaften, die sich einen heißen Kampf auf Augenhöhe geliefert haben, wobei Balingen andeuten konnte, dass es ein Wörtchen bei der Vergabe der Aufstiegsplätze mitreden wird. Die Wölfe dagegen haben wieder einmal bewiesen, zu was sie mit ihrer Einstellung und Kampfkraft fähig sind. Beide Trainer hatten daher bei der abschließenden Pressekonferenz wenig Probleme, sich, nachdem auch die letzte Ärgerfalte über eine vergebene Chance verschwunden war, auf ein wirklich gerechtes Unentschieden zu einigen.


Die Statistik der Wölfe

Brustmann, Wieser, Kraus, S. Schmitt, Schömig 1, Böhm 1, Karle, Gempp, Schäffer 2, P. Schmidt 3, Kaufmann 6, Siegler 3, Meyer, Brielmeier 6, Herth 1/3, Sauer 4


Bild: (c) foto2press.de