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Gegen Essen auf die Zielgeraden

WÖLFE vs. TuSEM Essen
(Samstag, 19.05.2018, 20.00 Uhr, s.Oliver-Arena, Würzburg

Im vorletzten Heimspiel der Saison treffen die Wölfe auf einen Gegner, der zu jenen Teams gehört, mit denen man seit dem Aufstieg ins deutsche Unterhaus eine gesunde Rivalität stets auf Augenhöhe pflegt. Man kann getrost den Tabellenstand beiseitelegen, wenn es um eine Prognose gehen sollte, denn der hatte bei einem Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften noch nie eine durchschlagende Bedeutung. Im Gegenteil, da mag man sich noch an die zurückliegende Saison erinnern, als Rimpar in einem Herzschlagfinale der Aufstieg ins Oberhaus verwehrt wurde und Essen nur aufgrund des Torverhältnisses die Klasse erhalten konnte, man aber im direkten Aufeinandertreffen jeweils dem Gastgeber beide Punkte abnehmen durfte. Peinlich der Auftritt der Wölfe vor etwas mehr als einem Jahr in der heimischen sOliver-Arena, als man sich zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff beim 15:8 schon als sicherer Sieger wähnte, um dann in der zweiten Hälfte völlig einzubrechen und die Auseinandersetzung am Ende mit 22:25 zu verlieren. Das war damals zweifellos ein Schock, von dem man sich dann aber sehr schnell erholte, um dann noch beim furiosen Saisonfinale eine wichtige Rolle zu spielen.

Zweifellos gehören die Essener zu den Gewinnern der Rückrunde. Immerhin konnte die Mannschaft von Jaron Siewert, der allerdings aufgrund einer Krankheit in den letzten beiden Spielen vom Ex-Nationalspieler Michael Hegemann an der Linie vertreten werden musste, seit Anfang März 12:4 Punkte verbuchen und musste sich erst in der jüngsten Auseinandersetzung in Eisenach geschlagen geben. In dieser Zeit haben die Westfalen sicher nicht nur Punkte, sondern auch eine Menge Selbstvertrauen einsammeln können, etwas, das ihnen ohnehin gegen die Wölfe nicht fehlen dürfte. Denn schon das Hinspiel in der heimischen Halo-Arena hatte man nach hartem Kampf mit 23:21 gewinnen können, im Übrigen ein Spiel, an das sich ein Leitwolf sicher immer noch nur mit einem Kopfschütteln erinnern wird. Max Brustmann hatte in jener Partie über 20 Bälle parieren können, war der beste Spieler auf dem Platz, und trotzdem hatte es an diesem Tag nicht gereicht. Schon damals hakte es im Angriff seiner Mitspieler, ein Umstand, der durchaus dazu gereicht, auch die aktuelle Situation des Teams von Matthias Obinger zu beschreiben.

Dass da einiges besser werden muss, steht außer Frage, denn die Chancenverwertung hatte der Chefcoach der Wölfe in den letzten Partien eindeutig als Schwäche identifiziert. Ein gefälliges Auftaktspiel und der konsequente Zug zum Tor allein reichen eben nicht, wenn im Abschluss notwendige Konzentration und Überzeugung fehlen. Gegen Essen jedenfalls muss man sich hier deutlich steigern, um etwas Zählbares in der heimatlichen Halle zu behalten. Auch wenn es für die Mannschaft von Jaron Siewert als Zehnplatzierte nicht mehr um allzu viel geht – der Abstieg ist auch theoretisch ausgeschlossen und mehr als Platz 8 kann ohnehin nicht mehr anvisiert werden -, so wird sie doch mit einer besonderen Motivation gegen die Wölfe antreten. Denn Auseinandersetzungen mit den Unterfranken hatten für die Westfalen schon seit jeher einen eigenen Charakter. Zudem wird sich Jaron Siewert als jüngster Trainer im Profihandball sein erfolgreiches Wirken in dem Traditionsverein mit einem einstelligen Tabellenplatz verschönern wollen. Die Zuschauer in der sOliver-Arena können sich auf der Zielgeraden der ablaufenden Saison also noch einmal auf eine heiße Partie einstellen.