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16. Februar 2018

Pflichtsieg gegen Saarlouis

DJK Rimpar Wölfe vs. HG Saarlouis 32:26 (13:10)

(at) Eigentlich ist es üblich, dass ein Jubilar zu seinem Jubelereignis reich beschenkt wird, gerade dann, wenn es sich um sein vierhundertstes Pflichtspiel in den Farben eines Vereins handelt. Doch bei Wölfe-Torwart Max Brustmann scheinen diese Gesetze außer Kraft zu sein, denn er hielt es im ersten Zweitligaspiel des Jahres 2018 anders, indem er die Rollen vertauschte. Er war es, der seine Mannschaft mit einem überragenden Auftritt zwischen den Pfosten beschenkte, und es gab nicht wenige in der mit über 1800 Zuschauern gut besetzten s.Oliver-Arena, die es an seiner Leistung festmachten, dass die Heimmannschaft zur Halbzeit mit drei Toren vorne lag. Denn was das Rimparer Urgestein da von der Linie fegte, war schon an sich aller Ehren wert und deckte obendrein seinen deutlich schwerer ins Spiel kommenden Mannschaftskameraden erst einmal den Rücken. Reihenweise entschärfte er schwerste Würfe vom ersten Kreis, darunter zwei Siebenmeter, und sorgte dafür, dass die Saarländer nach einem zwischenzeitlichen Remis Mitte der ersten Hälfte nicht einmal in Führung gehen konnten. Als sich Brustmann nach 50 Minuten gegen Andreas Wieser auswechseln ließ, stand er mit 17 gehaltenen Bällen und 18 Gegentoren bei einer Torwartquote von nahezu 50%, ein überragender Leistungswert auf Bundesliganiveau.

Doch nicht er allein machte den Unterschied an diesem Tag aus, denn nach anfänglichen Schwierigkeiten fing sich die Offensive der Wölfe, während man hinten allmählich mehr Ordnung in das Abwehrspiel brachte. Natürlich war noch nicht alles Gold, was da glänzte, denn eine Abwehrumstellung, wie sie nach dem Weggang von Jan Schäffer unumgänglich war, lässt sich nicht von heute auf morgen im Vorbeigehen erledigen, und im Angriff müssen sich die Spieler erst aufeinander einstimmen. Auch Max Bauer, der nach einer neunmonatigen Zwangspause endlich sein erstes Pflichtspiel bestreiten durfte, musste erst wieder ins Spiel finden. So atmete man einmal kräftig durch, als Patrick Schmidt in der Schlusssekunde der ersten Hälfte zum 13:10 einnetzte, ein Vorsprung, der dem Team von Matthias Obinger etwas mehr Sicherheit gab. Mit am Ende 11 Toren war Schmidt Top-Scorrer des Spieltages. So richtig zufrieden war Trainer Matthias Obinger aber zum Pausentee noch nicht, denn er sah wohl zurecht einigen Redebedarf.

So sah man dann auch nach der Halbzeit andere, deutlich aggressivere und konzentriertere Wölfe, die den nun relativ harmlos wirkenden Saarländern allmählich den Schneid abkauften. Von einem begeisterten Publikum angefeuert, machten sie kaum noch Fehler, schlossen ihre Angriffsaktionen wesentlich sicherer ab, konnten sich hinten immer wieder Bälle erkämpfen und kamen so endlich auch verstärkt in den Gegenstoß. Es war gerade Max Bauer, der nach seiner langen Verletzungspause endlich wieder über den Platz fegte und mit seinen Gegenstößen nicht unwesentlich zum zwischenzeitlichen Neuntorevorsprung beitrug. Dort lag dann auch ein wesentlicher Unterschied. Am Ende trugen sich elf Spieler der Wölfe in die Torschützenliste ein. Das zeigt doch die Breite eines Kaders, in dem mittlerweile jeder Spieler auf hohem Niveau seinen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg beisteuern kann. Dagegen netzten gerade einmal sechs Akteure der Saarländer ein, ein Umstand, der die Mannschaft von Philipp Kessler doch sehr ausrechenbar machte. Das ist sicherlich auch ein Grund, warum die Gäste nach diesem Spiel auf dem vorletzten Platz verbleiben und weiter auf glücklichere Zeiten hoffen müssen, während die Wölfe mit ihrem Erfolg jetzt nur noch zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz in Lauerstellung gehen durften.


Die Statistik der Wölfe

Es spielten: Brustmann (bis 50. Minute), Wieser (50.-60.), Kraus 3, Schmitt, Schömig 1, Böhm 2, Gempp 1, Gorpishin 2, Schmidt 11(4), Kaufmann 1, Siegler (n.e.), Meyer (n.e.), Bauer 3, Brielmeier 5, Herth 2, Sauer 1


Bild: (c) Michael Endres