Vorbericht
Wichtiges letztes Heimspiel der Vorrunde
15. Dezember 2017
Vorberichte
Weihnachtliche Rundreise
20. Dezember 2017

v.li.: Julian Sauer (DJK Rimpar Wölfe) jubelt, DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - TV 1893 Neuhausen, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!

Klarer Sieg gegen Hagen

DJK Rimpar Wölfe vs. Vfl Eintracht Hagen 28:17 (16:5)

(at) Viel Freude hatte Trainer Matthias Obinger in der Woche vor dem letzten Heimspiel in diesem Jahr nicht an seinem Team, denn am Training nahm meist nur die halbe Mannschaft teil. Der Rest plagte sich mit allerlei viralen Infekten herum und musste geschont werden, damit er gegen die zuletzt recht erfolgreichen Hagener eine einigermaßen einsatzbereite Truppe auf dem Parkett hatte. Geübt hatte der Coach dann in Kleingruppen und vor allen Dingen das zuletzt so vernachlässigte Außenspiel verfeinern lassen, Trainingseinheiten, die sich offensichtlich aufs Beste auszahlten, denn die Außenspieler Dominik Schömig, Julian Sauer und Lukas Böhm hatten mit über 40% einen erheblichen Anteil an den am Ende 28 Toren. Auch die Quote der drei Herren konnte sich sehen lassen: 86% Trefferquote ist schon aller Ehren wert. Vor allen Dingen Julian Sauer hatte nach überstandenem Infekt einen Sahnetag erwischt und konnte gleich acht Mal den Ball im Hagener Gehäuse unterbringen.

Doch der Reihe nach, denn von den Nachwehen diverser Unpässlichkeiten war auf dem Spielfeld zunächst nicht allzu viel zu sehen. Im Gegenteil, nach anfänglichem Abtasten nahmen die Wölfe das Spiel in die Hand, dominierten es bald nach Belieben und ließen vor allen Dingen durch eine sehenswerte Abwehrarbeit den Gästen zumindest in der ersten Hälfte nicht den Hauch einer Chance. So kam es nicht von ungefähr, dass diese gerade einmal 5 Bälle hinter dem wieder einmal überzeugenden Max Brustmann versenken konnten, die restlichen Würfe wurden seine Beute, landeten irgendwo im Fangnetz oder bearbeiteten das Torgestänge. Zudem konnte die aufmerksame Abwehr um einen an diesem Tag ausgezeichnet disponierten Stefan Schmitt die Masse der Kreisanspiele neutralisieren. Zurecht schüttelten die Gäste resignierend die Köpfe, als ihre Blicke zu der Anzeigetafel mit dem Pausenstand von 16:5 für die Gastgeber wanderten. Für die meisten schien es wohl schon da ein gebrauchter Tag zu sein.

Die zweite Hälfte brachte zunächst nicht viel Veränderung. Die Wölfe verteidigten weiterhin ausgesprochen engagiert, wobei ein diesmal insbesondere in der Deckung glänzend aufgelegter Benedikt Brielmeier den rechten Rückraum der Gäste nicht mal mehr im Ansatz zum Zuge kommen ließ. Auf 22:7 zogen sie in dieser Phase davon, und selbst die größten Optimisten unter den wenigen Gästefans begannen langsam ihre Fanaccessoires einzupacken, denn dass die Hagener noch irgendwie zurückkommen könnten, daran mochte nun niemand mehr glauben. Zudem begann Max Brustmann im Tor jetzt auch noch zu zaubern, hielt reihenweise Bälle vom ersten Kreis und brachte vor allen Dingen einen der sichersten Werfer der Sauerländer, Daniel Mestrum, schier zur Verzweiflung.

Doch dann begann urplötzlich wieder eine jener Phasen, die Trainern und Zuschauern immer wieder Rätsel aufgeben. Innerhalb von sechs Minuten legten die eigentlich schon geschlagenen Gäste einen Fünf-Torelauf hin, arbeiteten sich in der Folgezeit dann bis auf 23:15 heran und sorgten in gerade einmal zehn Minuten dafür, dass am Ende die zweite Hälfte unentschieden ausging. Unter normalen Umständen hätte man das unter Schludrigkeit verbuchen können, doch es war der Mannschaft anzusehen, dass die Kräfte bei den meisten noch nicht wieder völlig genesenen Akteuren allmählich schwanden. Von daher ist verständlich, dass Trainer Matthias Obinger darum bat, die Kritik an dieser Phase des Spiels in Grenzen zu halten. Das Team hatte fünfzig Minuten auf hohem Niveau gekämpft und auch spielerisch durchaus zu überzeugen gewusst. Am Ende wurde trotz dieses kleinen Einbruchs ein klarer 28:17-Sieg nach Hause gefahren, ein Erfolg, der die Wölfe ins obere Drittel der Tabelle hebt. Ein dann doch noch erfreuliches Ende einer Woche, in der der Trainer so wenig Grund zur Freude hatte.


Die Statistik der Wölfe

Brustmann 1, Wieser, Kraus, S.Schmitt, Schömig 3, Böhm 1, Gempp, Schäffer 6, P. Schmidt 2/1, Kaufmann 3, Brielmeier 2, Herth 2/1, Sauer 8