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v.li.: Benedikt Brielmeier (DJK Rimpar Wölfe), Patrick Schmidt (DJK Rimpar Wölfe), Philipp Meyer (DJK Rimpar Wölfe) bedankt sich bei den Fans, bedanken, Dank, DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - EHV Aue, [Foto: foto2press.de, Schwarzwaldstraße 19, 69124 Heidelberg - Tel +49 (0)6221 718837 - info@foto2press.de - www.foto2press.de - Veröffentlichung nur mit Urheberangabe gegen Honorar gestattet und Belegexemplar erbeten *** Lieferung erfolgt ausschließlich unter Anerkennung der AGB, einzusehen unter http://www.foto2press.de/agb *** Foto nur für redaktionelle Verwendung - no model release!]

Kampf auf Biegen und Brechen

DJK Rimpar Wölfe vs. HSG Nordhorn-Lingen 26:23 (12:10)


(at) Ein handballerfahrener Rimparer Zuschauer brachte es nach dem heißen Tanz zwischen den Wölfen und den Niedersachsen aus Nordhorn-Lingen auf den Punkt: „Wenn du gegen so eine Mannschaft vier Siebenmeter und ein halbes Dutzend freie Würfe vom Kreis vergibst und trotzdem gewinnst, kannst du jedes Team in dieser Liga schlagen.“ So und nicht anders sah es aus. Denn mit der HSG Nordhorn-Lingen gab eine Mannschaft ihre Visitenkarte in der sOliver-Arena ab, die zweifellos zum erweiterten Favoritenkreis für die beiden Aufstiegsplätze gehört. Und dass am Ende eines Spiels, das in den Schlussminuten Publikum und Bankspieler der Wölfe von den Sitzen riss, die Unterfranken als Sieger den Platz verließen, war vor allen Dingen dem Umstand zu verdanken, dass man auf Biegen und Brechen den Sieg wollte. Letztlich wusste sich auch die Abwehr endlich wieder kämpferisch durchzusetzen. Zudem stand mit Max Brustmann ein Keeper im Tor, der nicht nur auf Augenhöhe mit seinem hervorragenden Pendent auf Gegnerseite, Björn Buhrmester, seinen Kasten hütete, sondern an diesem Tag vielleicht sogar ein Quäntchen effektiver war, denn in den entscheidenden Minuten behielt er die Nerven und entzauberte die wurfgewaltigen Nordhorner mit einigen sehenswerten Paraden. Pavel Mickal war es schließlich, der das ganze Leid ertragen musste, mit einem Siebenmeter beim Rückstand von zwei Toren in der Schlussminute an dem herausragenden Schlussmann der Wölfe zu scheitern. Der wieder einmal erfolgreichste Rimparer Torewerfer, Patrick Schmidt, besorgte dann den Rest und netzte zum 26:23 Endstand ein.

Dabei sah es zu Beginn der Partie überhaupt nicht so aus, als würden die Wölfe an diesem Tag zwei Zähler auf ihr Punktekonto verbuchen können. Denn während sie sich an der sehr aggressiven und stabilen Innenverteidigung der Gäste abrieben, zogen diese ihr gewohnt solides und sicheres Spiel mit einem sehr agilen Alexander Terwolbeck auf der Spielmacherposition durch. Immer wieder kamen die beiden besten Rückraumwerfer Patrick Miedema und vor allen Dingen Jens Wiese frei zum Wurf, weil die Rimparer Deckung viel zu zögerlich auf diese Gefahr reagierte. Nach fünfzehn Minuten führte der Gast mit 3:6, und es sah nicht so aus, als würde sich an den Darbietungen allzu viel ändern. Doch dann brachte Wölfe-Coach Matthias Obinger Benedikt Brielmeier und damit frischen Wind in das Angriffsspiel seiner Mannschaft. Auch die Abwehr wirkte jetzt stabiler. Und tatsächlich kämpften sich die Wölfe Tor um Tor heran. Und als eben jener Spieler nach einigen guten Assists selbst das 9:9 und schließlich das 10:9 markierte, witterte Obingers Team Morgenluft. Tatsächlich gelang es diesem, mit einem Zweitorevorsprung die Seiten zu wechseln.

Doch in den nächsten zwanzig Minuten nach der Pause taten sich die Wölfe gegen einen Gegner schwer, der mit einfachen Mitteln immer wieder zu Torerfolgen kam. Insbesondere Jens Wiese markierte hier einige seiner am Ende acht Treffer, in den Griff bekam man ihn nie. Plötzlich stand es 18:21, und es waren nur noch knapp zwölf Minuten zu spielen. Doch dann raffte sich ein Spieler auf, der in den vergangenen Auseinandersetzungen eher weniger Zeit bekommen hatte, sich zu bewähren. Lukas Böhm gelang der Anschlusstreffer zum 19:21 und sorgte damit für ein Aufbäumen, das sich letztlich zu einem Kampf auf Biegen und Brechen entwickelte, denn damit konnte er die Wende einleiten. Er war es auch, der bei einem Eintorevorsprung in der vorletzten Minute die Verantwortung übernahm und zum 25:23 einnetzte. Der Rest ist schon berichtet worden.

Es war kein überragendes Spiel, das dem Publikum an diesem Abend geboten wurde, aber es war ein Spiel, das wieder einmal die Qualitäten der Wölfe beweisen konnte, in entscheidenden Situationen das abzurufen, was diese Mannschaft seit ihrem Aufstieg in die zweite Liga auszeichnete, Kampf auf Biegen und Brechen, Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und ein Torhüter der Extraklasse, wenn es darauf ankommt . Und so konnten sie zu Recht gegen einen starken Gegner bestehen, zwei Punkte einfahren und sich im oberen Drittel der Tabelle festsetzen. Das und nichts anderes hatte Matthias Obinger seiner Mannschaft vor dem Spiel mitgegeben. Den Auftrag hat sie ausgeführt!


Die Wölfe-Statistik

Brustmann, Wieser (n.e.), Kraus 2, S. Schmitt, Schömig 2, Böhm 2, Karle, Gempp 1, Schäffer 3, P. Schmidt 7/2, Kaufmann, Siegler, Meyer, Brielmeier 3, Herth 3/1, Sauer 3