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Die Serie hält – Wölfe auch nach zehntem Derby ungeschlagen



HSC 2000 Coburg – WÖLFE 17:22 (9:11)



Am Ende war es wie immer beim Frankenderby – eine Jubeltraube in Grün/Weiß und enttäuschte Gesichter auf Coburger Seite. Beide Seiten mussten für das hitzig geführte Derby eine ganze Reihe Stamm Akteure ersetzen, wobei auf Wölfe Seite der Ausfall beider etatmäßigen Kreisläufer und somit auch der fehlende Abwehr Innenblock, viele Anhänger im Vorfeld der Partie an der Fortsetzung der Erfolgsserie gegen die Oberfranken zweifeln ließ.

Die Abwehrreihen dominierten von Beginn an den Verlauf des Spiels, wobei die Wölfe Defensive einige Minuten brauchte um sich zu finden, sich dabei aber auf ihren Torhüter Max Brustmann verlassen konnte, welcher in der Anfangsviertelstunde gleich vier Großchancen der Gastgeber entschärfte und damit die Vorlage lieferte, so dass Benedikt Brielmeier in der siebten Minute bei seinem Treffer zum 2:3 die erste Gästeführung markieren konnte. Ganze zwei Tore ließen die Unterfranken in den folgenden zehn Minuten zu, so dass Philipp Meyer mit seinem ersten Tor in der 2. Handball Bundesliga auf 4:7 erhöhen konnte.
Apropos Philipp Meyer - ihm kam eine Schlüsselrolle zu. Der 21-jährige, der gewöhnlich bei den Jungwölfen in der Bayernliga im Rückraum auf Tore Jagd geht, wurde von DJK Trainer Obinger mangels Alternativen an den Kreis beordert und machte dort eine gute Figur, welche er selbst durch seine Leistung im Abwehrzentrum toppte. Doch auch die Coburger Defensive machte den Wölfen das Leben schwer und hatte in Oliver Krechel ebenfalls einen starken Rückhalt, so dass Felix Sproß beim 9:10 den Anschluss wiederhergestellt hatte, welchen Patrick Schmidt umgehend mit dem Treffer zum 9:11 Halbzeitstand beantwortete.

Dem HSC war nach dem Seitenwechsel anzumerken, dass sie alles daransetzen wollten das Blatt zu wenden und den 2528 euphorisch mitgehenden Zuschauern endlich den ersten Sieg gegen den Lokalrivalen zu schenken. Viermal waren die Hausherren bis auf ein Tor an den Wölfen dran, wobei sich nur einmal die Gelegenheit ergab den Ausgleich herzustellen. Doch Brustmann blieb beim 12:13 in einer Unterzahlsituation Sieger gegen Tobias Varvne und die Unterfranken behielten weiterhin im Hexenkessel die Nerven. Jeder Coburger Torerfolg wurde umgehend beantwortet und Mitte des zweiten Durchgangs sorgte ein Dreierpack durch Meyer, Schmidt und Herth beim 15:19 für die erste deutliche Führung der Gäste.
Die Hausherren versuchten nun mehr und mehr ihr Glück in 1:1 Situationen durch die Mitte, doch Rimpars Abwehrbollwerk hielt allen Angriffswellen stand. Spätestens als Brustmann knapp vier Minuten vor dem Ende beim Stand von 17:20 zum zweiten Mal beim Siebenmeter gegen Florian Billek der Sieger blieb, nahm der Erfolg der Grün-Weißen Formen an. Die gut 250 mitgereisten Anhänger der Wölfe hatten die akustische Oberhand in der Halle übernommen und feierten die beiden letzten Treffer von Benedikt Brielmeier der an diesem Abend ohne Fehlversuch blieb.

Statistik:
HSC: Krechel, Titze, Foluszny – Hagelin, Spross 2, Kelm, Weber 3, Lex 2, Kellner, Billek 3/1, Riehn 1, Knauer 2, Varvne 4, Kirveliavicius.
WÖLFE: Brustmann, Wieser – Kraus, Schmitt, Schömig, Böhm, Karle, Schmidt 3, Kaufmann 1, Mohr, Meyer 3, Bauer 1, Brielmeier 6, Herth 5/2, Sauer 1.

Siebenmeter: HSC 1/3 : DJK 2/2.
Zeitstrafen: HSC 2x 2min : DJK 4x2min (+Rote Karte für Sebastian Kraus 18.)
Schiedsrichter: Dauben/Rohmer.
Zuschauer: 2528.

Spielfilm: 2:1, 2:3, 3:6, 4:7, 6:7, 6:9, 7:10, 9:11 (HZ), 10:13, 12:13, 15:16 (43.), 15:19, 17:19, 17:20, 17:22 (Endstand).